· 

Bali - 30 Tage im Land der Götter und Dämonen

Meine Eindrücke und Erlebnisse als Backpacker auf unserer Rundreise durch Bali mit einem Abstecher nach Gili Meno, der kleinen Insel bei Lombok. 

Karte unserer Rundreise


Anreise

18 Stunden Flugzeit plus An- und Abreise vom Flughafen. Eine lange Zeit, die uns ziemlich bevorstand. Doch im nachhinein kann man sagen, dass alles super verlief und die lange Zeit schneller vorüberging als befürchtet.

Unser Flug von Hamburg hatte 2 Stops: München und Singapur. Angekommen auf Bali in Denpasar ging es zunächst einmal zum ATM. Von 2 Maschinen ging nur eine, die dann aber immerhin 2.500.000 IDR (2.500 K entspricht 160 €) ausspuckte. Bevor man das  Flughafengebäude verlässt, gibt es einen Schalter, an dem Taxis vermittelt werden.  Doch anders als vorher im Internet recherchiert, gibt es keine Karte mit den Fahrpreisen. Als Auskunft wurde mir mitgeteilt, dass der Taxometer eingeschaltet wird, der einem dann am Ende der Fahrt den Preis anzeigt. Doch was soll man machen, wenn der vermittelte Taxifahrer einem mitteilt, dass der Taxometer kaputt sei und er einen Preis von 300.000 IDR (300 K, ca. 19 €) haben will. Dann hätte man auch einen der vielen Fahrer nehmen können, die einen in der Flugzeughalle  anquatschen. Zum Glück wusste ich aber durch meine Recherchen zu Hause, dass der Fahrpreis bei 170 K liegt. So vereinbare ich einen Preis von 200 K und spare damit ein Essen mit Suppe oder ca. 6,50 €, nicht ohne meinen Unmut über sein Verhalten zum Ausdruck zu bringen. 


Sanur - 1. Station

Angekommen in unserem Hotel können wir erst gegen 15.15 Uhr in unser Zimmer, obwohl es laut unserer Buchung ab 14 Uhr frei sein sollte.. Ich nutze die Zeit, um an einem ATM das notwendige restliche Geld für unser Hotel zu holen. Ein nicht einfaches Unterfangen,  da 2 ATM´s  mir kein Geld auswerfen. Doch nach einem längeren Weg, der durch den geringen Schlaf und die Hitze besonders beschwerlich ist, habe ich das Geld zusammen. 

Bild: Panoramabild vom Pool im Arthotel von Sanur auf Bali
Pool im Arthotel

Nachdem wir das Zimmer bezogen haben, besorge ich uns noch einen 5 Liter Wasserkanister, nachdem ich geduscht und auch gleich die durchgeschwitzte Wäsche  gewaschen habe.

Bild: Surfbretter und Paddelboot am Strand von Sanur auf Bali

Nun ist noch genügend Zeit für einen ausgiebigen Bummel zum Strand und anschließend ein leckeres Abendessen in einem der vielen Restaurants. Viele der kleinen Restaurants nennen sich Warung, was eigentlich ein kleiner Straßen-Verkaufsstand für Nahrungsmittel ist.

Bild: Panoramabild Fischerboote (Junkungs) am Strand von Sanur auf Bali
Traditionelle Junkungs am Strand von Bali

Die nächsten 2 Tage nutzen wir den herrlichen Dachpool unseres Hotels.

Bild: Unser Pool im Arthotel in Sanur
Unser Pool im Arthotel von Sanur

Leider sind die Strände und das Meer in Sanur verdreckt. Die Umweltver-schmutzung der Meere wird einem hier sehr deutlich vor Augen geführt. Immer wieder sieht man Balinesen mit Rechen und Harke den Strand reinigen, aber leider nur mit kurzem Erfolg, da immer wieder Neues vom Meer an den Strand gespült wird. 

Es ist etwa 45 Jahre her, als ich das erste Mal auf Bali war. Seitdem hat sich hier sehr viel verändert. Damals haben wir in Kuta beim Bauern übernachtet und die Dusche war ein hochgehängter Kübel mit einem Seil, der vom Bauern mit Wasser gefüllt wurde. Zum Strand ging man durch die  Felder des Bauern. 

Mittlerweile waren unsere Freunde, die noch einen Zwischenstopp von ein paar Tagen in Singapur gemacht hatten, in Sanur angekommen, sodass wir nun insgesamt 5 Personen waren. Aufgrund der Personenanzahl konnte uns das Hotel keinen Wagen mit Fahrer nach Candidasa unserem nächsten 2-tägigen Stopp anbieten. Als wir mit den Fahrrädern umher fuhren sahen wir einen Autoverleih mit größeren Fahrzeugen und als wir noch überlegten, ob das ein passendes Fahrzeug für uns sein könnte, sprach und Kettet Budaarcana an, der uns nach unserem Anliegen fragte. Er bot sich an uns mit einem größeren Fahrzeug für 700.000 IDR nach Candidasa zu fahren. 

Es ist wirklich einfach einen Fahrer auf Bali zu erhalten und nett sind sie alle. 


Candidasa - 2. Station

Unser Fahrer von Sanur nach Candidasa hatte uns die Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff nach Gili Meno und den Zubringer mit dem Auto von Candidasa zum Hafen von Padangbai und auch die Autofahrt von Padangbai nach Ubud vermittelt. Da das Speedboot von Padangbai nach Gili Trawangan und von dort weiter über Gili Air nach Lombok fuhr, mussten wir die Überfahrt von Gili Trawangan nach Gili Meno selbst organisieren und bezahlen.

Bild: Königlicher Wasserpalast Taman Ujung an der Ostküste von Bali
Königlicher Wasserpalast Taman Ujung

Von Candidasa fuhren wir für 250 K (ca. 15 €) zum königlichen Wasserpalast Taman Ujung und weil es Sonntag war, besuchten auch viele Moslem den Wasserpalast auch um dort Picknick auf dem Rasen zu machen. 

Auf der Rückfahrt hielt unser Fahrer doch kurz an, damit wir den herrlichen Ausblick über die Reisfelder bis zum Meer fotografieren konnten. 

Bild: Blick über das Land aufs Meer an der Ostküste von Bali
Blick über das Land aufs Meer an der Ostküste, nördlich von Candidasa

Gili Meno - 3. Station

Massen von Menschen werden täglich auf die Schiffe verfrachtet, um auf eine der drei Chilis (Trawangan, Meno, Air) oder aber auch nach Lombok zu fahren. 

Als ich das letzte Mal die Fahrt nach Gili Trawangan gemacht hatte sind inzwischen 16 Jahre vergangen. Eine lange Zeit, in der sich unglaublich viel verändert hat. Heute ist Gili Trawangan die Partyinsel, damals gab es auf Gili Meno noch keine Elektrizität und die kleinen Inseln konnten damals auch nur von Lombok aus angefahren werden 

Bild: Ankunft auf der Insel
Ankunft auf der Insel

Das Gewusel, die Hektik, die Angst um das eigene Gepäck wird gern von denen ausgenutzt, die dir ihren Service anbieten. Sie vermitteln dir ein Hotelzimmer, organisieren dir ein Pferdegespannt für die Fahrt zum Hotel oder ein Boot fürs Übersetzen auf eine Nachbarinsel. Ihre Dienste werden überhöht angeboten und Handeln ist da angeraten. Gut ist es auch, wenn man sich dann demonstrativ auf den Sand setzt und signalisiert, dass man nicht in Eile ist und Zeit hat einen angemessenen Preis zu akzeptieren.

Bild: Insel Gili Meno bei Lombok / Indonesien
Insel Gili Meno bei Lombok

Natürlich ist es schwer sich auf asiatische Kauf- und Verhandlungsgewohnheiten einzustellen. In der Regel sind wir nicht gewohnt Preise in Frage zu stellen. Wenn uns ein Preis nicht gefällt vergleichen wir mit anderen Anbietern und entscheiden dann. Im Internet wird uns das sogar durch entsprechende Foren und Portale erleichtert, auf denen uns der günstigste Anbieter angezeigt wird.  

Das Internet bietet heute ja die Möglichkeit Unterkünfte vorher anzusehen und Bewertungen zu lesen. Das erleichtert nicht nur das Reisen, sondern führt m.E. auch dazu, das die Qualität sich verbessert. Doch unabhängig davon glaube ich, dass die Jugendlichen heute auch insgesamt höhere Ansprüche stellen als früher.

Bild: Der Strand von Meno
Der Strand von Gili Meno

Erst vor 2 Jahren soll Gili Meno von Lombok Elektrizität bekommen haben. Innerhalb dieser Zeit hat sich schon sehr viel verändert. Von der einst so romantischen Insel ist schon heute nicht mehr viel übrig geblieben. Die Gilis eignen sich hervorragend zum Schnorcheln. Gut ist es, wenn man sein eigenes Equipment dabei hat. Ratsam sind Badeschuhe, da sonst der Weg ins tiefere Wasser sehr beschwerlich werden kann. Durch die unterschiedliche Tiede kann der Wasserstand ziemlich stark abnehmen. 


    Mangrovenweg                  See                      Moschee              Hotelneubau


Die Überfahrt von Gili Meno zurück nach Padangbai war recht rau. 

Bild: Im Hafen von Gili Trawangan / Lombok / Indonesien
Im Hafen von Gili Trawangan

Das lag aber sicherlich auch daran, dass die Tage vorher der Schiffsverkehr von Bali nach Gili Trawangan aufgrund des starken Wellengangs eingestellt worden war und nur noch die Fähre nach Lombok fuhr. 

Zunächst mussten wir mit einem Boot von Gili Meno nach Gili Trawangan übersetzen (300.000 IDR). Nach längerer Wartezeit kamen dann 3 Boote gleichzeitig im Hafen von Gili Trawangan an, die dann von den touristischen Massen bestürmt wurden. Doch irgendwie lief alles dann doch noch recht gut ab, auch wenn man das Gepäck aufgrund des Wassers tragen musste bis es dann von einem Träger auf dem Boot aufs Boot gehoben wurde. 

Die Fahrt ging dann nach Lombok, wo dann noch 23 Personen das Boot wegen Überfüllung verlassen und auf ein anderes wechseln mussten. 

Nachdem wir unser Gepäck in Padangbai entgegen genommen hatten (diesmal mussten wir nicht durchs Wasser gehen, da es einen Bootssteg gab) ging es zum großen Parkplatz, wo dann auch schon ein Minibus auf uns wartete der und dann nach Ubud fuhr. 


Ubud - 4. Station

In Ubud angekommen stiegen wir vorzeitig aus dem Minibus aus, da der Verkehr nur noch so langsam voran ging, dass wir zu Fuß schneller zu unserem Hotel gehen konnten, zumal Ubud auch viele Einbahnstraßen hat ohne die der Verkehr wohl völlig zusammenbrechen würde. 

Eine Einbahnstraße gilt immer nur für Fahrzeuge mit 4 Rädern. Motorräder dürfen die Einbahnstraße auch in entgegengesetzter Richtung befahren. 


    Museumseingang       Gemälde des Künstlers      Museumsanlage             Vögel im Park                Ubud´s Reisfelder       


In Ubud hatten wir leider wenig Sonne und immer mal wieder etwas Regen. Wir besuchten diesmal das Museum von Don Antonio Blanco, gingen durch die Reisfelder in Ubud und wanderten durch die vollen, lebhaften Straßen des Stadtzentrums. 


Auf dem Weg nach Seminyak

Auf der Fahrt nach Seminyak besichtigten wir noch die Tempelanlage Taman Ayun und anschließend noch Tanah Lot

           Tempelanlage Taman Ayun                                   Tanah Lot

Tanah Lot wird gern zum Sonnenuntergang besucht. Dann allerdings tummeln sich dort Massen an Touristen.


Seminyak - 5. Station

Der unendlich lange Strand von Seminyak und die hohen Wellen begeistern mich immer wieder in Seminyak. Abends kann man bei chilliger Musik und einem Sundowner den Sonnenuntergang betrachten. Ein echtes Schauspiel.

Wir lagen mit unserem Hotel zwischen Canggu und Legian, was den Vorteil hatte, dass man lange Spaziergänge in die südliche oder nördliche Richtung am Strand machen konnte. 

Von unserem herrlichen Hotel Villa Kresna in Seminyak bekam ich zum Abschied einen Promi Code, den ich gern weitergebe: Wähle dich auf der Webseite des Hotels ein www.villakresna.com und füge auf dem Promo Button KRESNAVIP ein. Ich wünsche einen schönen Aufenthalt. 


Auf dem Weg nach Lovina

Wir brauchte für die ca. 100 km ohne Stop etwa 3 Stunden mit dem Auto von Seminyak nach Lovina.

Diesmal besuchten wir die Seen Danau Beraten mit dem schön gelegenen Wassertempel Pura Ulun Danu Beratan, Buyan und Tamblingan und den 30 m hohen Wasserfall von Munduk nicht, da wir diese Dinge auf unserer 3. Tour 2015 besucht hatten. 


Lovina - 6. Station

Lovina ist bekannt für seine Delphin-Touren. Sie starten morgens um 6 Uhr und Enden gegen 8 Uhr. Der Preis beträgt 100.000 IDR (ca. 6,50 €) pro Person. 

Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es ein solches Massenspektakel sein würde. Etwa 50 Boote waren in unserer Gegend auf dem Wasser und auf der Jagd nach den Delphinen. 

Bild: Global Village Foundation auf Bali: Kafé in Lovina

Dieses Café und Restaurant hat es uns angetan. Es arbeitet für die Global Village Foundation auf Bali, die sich hauptsächlich um arme und kranke Balinesen auf Nord-Bali kümmert. 

Das Essen war preiswert und beson-ders lecker. 

Auch empfehlenswert ist Warung Ayun. 


Gitgit Wasserfall

Auf unserer Fahrt von Lovina nach Nusa Dua, unserer letzten Station auf Bali, machten wir noch einen Stop am Gitgit Wasserfall. Durchaus empfehlenswert. Wer mag kann hier auch baden. 


Nusa Dua - 7. Station

Nusa Dua ist ein reiner Touristenort. Das Areal beherbergt mehrere große Hotels der gehobenen Kategorie bzw. der Luxusklasse. Aus diesem Grund sind die Preise in den Restaurants und Geschäften viel höher als auf der restlichen Insel.

(entnommen aus Wikipedia)

Nusa Dua hat zweifelsohne herrliche Strände, ist aber nicht Bali. 

Es erinnert mich an Hotelanlagen in Florida, die ebenfalls in parkähnlichen Anlagen liegen und die mit Schranke und Wachpersonal geschützt werden.

Bild: Bechcleaner am Strand von Nusa Dua

 

 

Die Vermüllung der Weltmeere kann man an vielen Stränden auf Bali sehen. Um dagegen vorzugehen sind sogenannte Beachcleaner bemüht die Strände von Plastik und Anderem zu säubern.