Virtuelle Stadtbesichtigung Husum

Entfernung 7,3 km - Zeit 1 h 45 min


Stadtroute

Bild: Stadtplan Husum

Photo-Galerie

Eigene Beschreibung

Husum Krokusblütenfest 28.03.2015

      

Start um  9.45 Uhr, Ende um 15.45 Uhr,

6 Stunden

Gehzeit: 1 Stunde 45 Minuten, 7,35 km

 

Beginn und Ende: Parkhaus  Hafen, Am Binnenhafen 1, 25813 Husum

 

Wetter: sonnig bis wolkig 6°

Schwierigkeit: leicht

 

Heute sind wir mit Marianne und Alwin nach Husum zum Krokusblütenfest gefahren. Natürlich haben wir uns dabei auch die Sehenswürdigkeiten Husum angeschaut. Eine gpx haben wir hierfür nicht gespeichert, da man nach dem Stadtplan die Route frei wählen kann und sich ein wenig nach den Öffnungszeiten der Museen richten sollte. Wir haben den perfekten Zeitpunkt für unsere Besichtigung gewählt, denn es schien weitestgehend die Sonne, aber als wir aufbrachen, haben wir die letzten Schritte im Regen zurückgelegt.

Die Krokusblüte von etwa 4 Millionen Krokussen ist wirklich beeindruckend und Husum zeigte sich uns nicht wie die von Theodor Storm beschriebene “Graue Stadt am Meer”, sondern lebendig und schön.


Bild: Marktplatz von Husum

    Marktplatz 

Der Marktplatz und die anschließende Großstraße bilden den Kern der heutigen Innenstadt Husums. Geprägt von alten Bürgerhäusern mit ein-drucksvollen Giebelfronten, dem alten Rathaus und der imposanten Marienkirche bildet der Marktplatz das Zentrum von Husum. Das Haus Nr. 9 an der Nordseite des Marktplatzes ist  das Geburtshaus des bekannten Husumer Dichters Theodor Storm. Direkt daneben befindet sich das “Herrenhaus“, dessen bemerkenswerte Stufengiebel durch Sandsteinköpfe verziert sind.

Jeden Donnerstagvormittag findet auf dem Marktplatz ein großer Wochenmarkt statt (und in einer kleineren Variante auch am Samstagvormittag von März bis Dezember), auf dem zahlreiche Anbieter ihre regionalen und überregionalen Produkte zum Verkauf anbieten. 


Bild: Marienkirche von Husum

     Marienkirche

Unsere von 1829 bis 1833 erbaute Kirche liegt direkt am Marktplatz im Herzen Husums.

Die Husumer Marienkirche, wurde nach Entwürfen des dänischen Staatsbaumeisters Christian Frederik Hansen erbaut und gilt neben der Vicelinkirche Neumünster als Hauptwerk des Klassizismus im Lande Schleswig-Holstein.

Der an ein seemännisches Leuchtfeuer erinnernde Turm zeigt nicht zum Himmel, sondern gibt Orientierung im Alltagsleben. Mächtige dorische Säulen bestimmen die Wirkung des Innenraums und erinnern daran, dass das Neue Testament in griechischer Sprache auf uns gekommen ist. Zugleich symbolisieren sie die Gemeinde, die die Kirche trägt. Den Altar überwölbt ein Portal mit ionischen Säulen. Die Kanzel ist mit Akanthus, dem Zierrat der korinthischen Säule, geschmückt. Den Säulen im Inneren entsprechen die zwei Lindenzeilen im Äußeren, die ein natürlich-kulturelles Kontinuum suggerieren.

Die Kirche trat an die Stelle der 1436 gegründeten alten Marienkirche von Husum, die 1807 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.

 


Theodor Storm

     Theodor Storm Büste                Geburtshaus                         Wohnhaus


Bild: Altes Rathaus von Husum

   

     Altes Rathaus

Das alte Rathaus steht an der Nord-seite des Marktplatzes und wurde im Jahr 1601 errichtet. Im Laufe der Zeit erfolgten einige Umbaumaßnahmen, die den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit angepasst wurden.


Bild: Tine, das Wahrzeichen von Husum



Tine

Die Tine, das heimliche Wahrzeichen Husums, steht auf dem Sockel des 1902 errichteten Marktbrunnens. Von dem gebürtigen Husumer Bildhauer Adolf Brütt geschaffen, stellt die bron-zene Figur eine junge Fischersfrau in Holzschuhen dar.

Die Tine in Husum erinnert an zwei Wohltäter der Stadt: Catharina As-mussen und Friedrich Woldsen, von deren Namen auch die Kurzform für die Figur abgeleitet ist. 


Großstraße

Alte Kaufmannshäuser stehen mit ihren hohen, teilweise gestaffelten Giebeln entlang der Großstraße. Die hohen Böden der Häuser, die aus dem 16. oder frühen 17. Jahrhundert stammen, dienten ursprünglich der Lagerung von Waren. Ebenso typisch wie die alten Häuser sind auch die jüngeren Bauten, wie etwa das Geschäftshaus Nr. 16 aus der Zeit um 1900 auf der Südseite der Großstraße, oder die „kaiserliche“ Post schräg gegenüber. 


Bild: Osterende



     

    Osterende

Vorbei an den aus verschiedenen Stilepochen stammenden Geschäfts- und Wohnhäusern der Norderstraße, gelangt man zum Osterende.


Grab Theodor Storm

Auf der Südseite des Osterende liegt der Klosterkirchhof, auf dem Theodor Woldsen Storm in der Familiengruft 1888 beigesetzt wurde. Das angrenzende Gasthaus zum Ritter St. Jürgen wurde im Mittelalter gegründet und beherbergt heute Senioren, die hier ihren Lebensabend verbringen. 


  Süderstraße 

Kleine Traufenhäuser prägen den Charakter der Süderstraße. In ver-gangenen Zeiten wurden diese kleinen Häuser hauptsächlich von Hand-werkern bewohnt. Auf der Südseite steht auch das alte Haus der Husumer Schützengilde, in dessen Obergeschoß Theodor Storms bekannte Novelle “Pole Poppenspäler“ spielt. 


           Schiffbrücke/Binnenhafen

Die Nordsee reicht bis in den Binnenhafen hinein, wo die Flut zweimal am Tag die Schiffe aus dem Schlick hinaufhebt. Der Tonnenleger Hildegard erinnert an Zeiten, als hier noch Schiffe vom Stapel liefen. Der Husumer Hafen besteht seit dem Ausgang des Mittelalters und hat bei der Entwicklung der Stadt Husum eine wichtige Rolle getragen.

Geprägt wird das Bild des Husumer Binnenhafens stark durch den Neubau des Husumer Rathauses, das 1989 an der Stelle der alten Schiffswerft entstanden ist, an die noch eine denkmalgeschützte Slipanlage erinnert. Die Häuser an der Schiffbrücke sind zum größten Teil einheitlich in den Jahren 1852 und 1853 nach einer großen Feuersbrunst errichtet worden.


      Hafenstraße

Die Husumer Hafenprome-nade lädt zu einem unge-störten Bummelvergnügen und Verweilen entlang der maritimen Geschäftszeile und gemütlicher Gastrono-miebetriebe und Cafés ein. Vielerlei Spezialitäten von heimischen Gerichten bis zur regionalspezifischen Küche werden in einem maritimen Ambiente angeboten. Dabei lässt sich ständig das einmalige Nordseeerlebnis der Gezeiten von Ebbe und Flut hautnah mitverfolgen.


Außenhafen

Der Außenhafen ist durch zwei Klapp-brücken vom Binnenhafen getrennt. Während der Binnenhafen heute ei-nen eher verträumten Eindruck ver-mittelt, wird das Bild am Außenhafen vor allem durch hohe Getreidesilos, die Husumer Skyline, und durch eine aktive Fischkutterflotte bestimmt, die von hier aus zu den Fischgründen in der Nordsee startet.  Erlebnissegeln können Sie mit einem historischen Pfahlewer, der im Husumer Binnenhafen liegt.


           Dockkoog

Etwas außerhalb liegt Husums grüner Badestrand – der Dockkoog. Sonnenhungrige können hier im Strandkorb faulenzen. Auch empfiehlt sich ein erfrischendes Bad in der Nordsee oder ein geführter Wattspaziergang durch die einzigartige Naturvielfalt des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – je nach Ebbe oder Flut. 2009 wurde das Wattenmeer zum UNESCO Weltnaturerbe gekürt. Bade- und Erholungsfreuden gibt es reichlich.

 

           Schobüll

Vom Dockkoog aus kommt man zu Fuß immer am Deich entlang in Husums Stadtteil Schobüll. Das ganz besondere an Schobüll und der umliegenden Landschaft ist die Verbindung von Meer und Watt, Salzwiese und Marsch, Wald und Heide. Einzigartig und immer wieder aufs Neue erlebbar. Ein Bilderbuch für Naturfreunde und Künstler, die hier ihre Motive finden. Denn nirgendwo sonst gibt es so viel Wald in der Husumer Bucht. Das sagt auch schon der Name Schobüll. Übersetzt aus dem Dänischen bedeutet es »Walddorf«.


           Wasserreihe

In der parallel zur Hafenstraße verlaufenden Wasserreihe spielte sich früher ein großer Teil des Hafenlebens ab. In der kopfsteingeflasterten Fußgängerzone stehen viele kleine beschauliche Häuser, die liebevoll restauriert wurden. In dem Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten Bürgerhaus mit der Hausnummer 31 hat Theodor Storm viele Jahre gelebt. Heute dient das Innere des Hauses als Museum und der schöne Garten lädt zur Besichtigung und zum Verweilen ein.


Neustadt

Die Neustadt erlebte vor allem im vorigen Jahrhundert ihre Blüte, als sich am oberen Ende der einstmals größte Viehmarkt Europas befand. In den 60 er Jahren wurde dieser wichtige Umschlagplatz für lebende Tiere aufgrund veränderter Handelsbedingungen geschlossen.

Ein großer Teil der Neustadt ist heute Fußgängerzone und beherbergt zahlreiche Fachgeschäfte und Restaurationsbetriebe mit besonderem persönlichen Flair. 


Bild: Wasserturm der Stadt Lüneburg

    Wasserturm

Der Wasserturm Husum ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden.  Der Backsteinbau wurde im Jahre 1903 errichtet. Der 33 Meter hohe Turm stand Pate für die Errichtung des Pinneberger Wasserturms im Jahre 1912. Die Konstruktion ruht auf einem achteckigen Sockel und verfügt über drei Etagen. Der Wasserturm Husum diente der zentralen Wasser-versorgung der Stadt und wurde 1961 stillgelegt, da eine moderne Hydro-phoranlage fortan den Wasserdruck konstant hielt.

Der Wasserturm Husum kann täglich zwischen 9 und 18 Uhr besucht wer-den. Der Eintritt ist frei.  


 

9.    Schlosspark Husum

Jedes Jahr im März/April bringen schätzungsweise über 4 Millionen Krokusse den Husumer Schlosspark zum Leuchten und verwandeln die gesamte Rasenfläche in ein einziges violettes Blütenmeer. Zu der Zeit wird auch das Husumer Krokusblütenfest mit Wahl der Husumer Krokusblütenkönigin gefeiert.

Der Eingang zum Schlosspark wird von einem aus dem frühen 17. Jahrhundert stammenden Portal aus Sandstein überthront. Das Storm-Denkmal wurde vom bekannten Husumer Bildhauer Adolf Brütt geschaffen.

 



10. Schloss vor Husum

Das Schloss vor Husum im Herzen des Schlossparks wurde Ende des 16. Jahrhunderts auf einem Gebiet errichtet, das damals noch nicht zur Stadt Husum gehörte.

Geprägt von hohen Giebeln und Türmen stellt das Schloss eines der Wahrzeichen der Stadt dar.

Im Inneren können das Treppenhaus, der Rittersaal, die Schlosskapelle und die verschiedenen Empfangsräume besichtigt werden und zusammen mit den zahlreichen antiken Einrichtungsgegenständen wird dem Betrachter ein sakraler Eindruck vermittelt. 


11. Schlossgang

 

Durch den Schlossgang führt der Weg zurück zum Marktplatz, den man durch den Rundbogen des alten Rathauses erreicht, das mit der Rückseite des Herrenhauses einen reizvollen altstädtischen Winkel bildet. Der Schlossgang ist eine Fußgängerzone mit modernen, aber im äußeren Erscheinungsbild der Altstadt angepassten Häusern mit charmanten kleinen Geschäften und Gastronomiebetrieben.


Wanderbuch

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5. Husum 28.03.2015 lupesi.pdf
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