Der 3. Teil unserer Reise

10. Tag            Besichtigung von Modena 

                                        - Autos und Motorsport

                                        - Dom und Glockenturm

                                        - San Pietro Apostolo

                                        - Palazzo Ducale

                                        - Galeria Estense

                                        - Mittagessen in der Trattoria Incognito

                                        - Unser Übernachtungsplatz

 

11. Tag            Wanderung Salti del Diavolo

                                   

12. Tag            Wanderung Parco Boschi di Carrega 

                                      Besichtigung von Parma die Erste

                                      - Cioccolateria Gelateria Banchini

                                      - Stadtbummel durch Parma                                      

                                      - Einkauf im Laden "La Proscciutteria"

                                      - La Pizzeria Da Michele

  

13. Tag            Besichtigung von Parma die Zweite 

                                       - Chiesa di Santa Christina

                                       - Palazzo del Governatore

                                       - Basilica di Santa Maria della Steccata

                                       - Palazzo della Pilotta

                                       - Dom von Parma

                                       - Battistero di Parma

                                       - Post von Parma

                                       - Gassen und Läden von Parma

                                       - Chiesa di San Vitale

                                       - Trattoria Del Tribunale

                                       - Unser Übernachtungsplatz

 

14. Tag            Besichtigung von Bobbio

                                       - Viele Geschäfte und Läden

                                       - Concattedrale di Santa Maria Assunte

                                       - Abbazia di San Colombano

 

15. Tag            Besichtigung von Piacenza

                                       - Piazza dei Cavallii

                                       - Duomo Santa Maria Assunta

                                       - Chiesa di S. Giovanni in Canale

                                       - Chiesa di San Francesco

                                       - Basilica di San Antonio

                                       - Ehemalige Kirche S. Vicenzo

                                       - Pizzaria Tosello

 

Anhang

Fazit 

Karte unserer Wanderungen

Unsere Wanderungen im Überblick (KI generiert)

Fazit unserer Wanderungen (KI generiert)

        

 

10. Tag

Besichtigung von Modena

Am Ostermontag fuhren wir abermals nach einer ruhigen Nacht recht früh los, die Straßen waren kurz nach 8 Uhr noch sehr leer. Wir parkten in Modena nördlich des Parkes Enzo Ferrari auf einem großen Parkplatz, wo auch viele Wohnmobile standen.

Autos und Motorsport

Erst einmal vorweg, diese Gegend in Italien und auch Modena ist ideal für Auto und Motorsport-Fans. Hier gibt es das Museo Enzo Ferrari, das Museo Ferrari Maranello, die Maserati Fabrik mit Showroom und das Panini Motorenmuseum. Da wir uns hierfür jedoch nicht interessieren, ließen wir diese Sehenswürdigkeit aus, bietet Modena doch auch einige weitere spannende Erlebnisse.

Dom und Glockenturm

Zunächst ging es zum Dom und Glockenturm am Piazza Grande. Wir hatten Glück, dass gerade eine Messe zu Ende gegangen war, denn hier ist natürlich an Ostern Hochbetrieb. Der romanische Bau, der im 11. und 12. Jahrhundert entstanden ist, ist sehr beeindruckend und gehört wohl zu den bedeutendsten der Romanik in Europa. Auch von außen kann man seine Marmorfassade bewundern mit diversen Reliefs und Löwen, die die Eingänge bewachen. Im Inneren leuchtet über dem Altar eine schöne Mosaikkuppel und interessant sind die Andachtsbereiche, die sich eine Etage tiefer unterhalb des Altarbereichs befinden. Der Glockenturm Ghirlandina ist 87 Meter hoch, wir haben ihn nicht bestiegen.

Anschließend schlenderten wir einen Rundweg durch die Stadt und besichtigten die Abteikirche der San Pietro Apostolo. Hier war auch gerade die Messe beendet und wir lauschten noch der wundervollen Orgelmusik, die im Nachgang gespielt wurde. Die Orgel, die seitlich am Schiff steht, gefiel uns sehr. 

San Pietro Apostolo

Figur von Luciano Pavarotti

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg durch die Stadt führte uns weiter am Theater vorbei, wo eine Figur von Luciano Pavarotti steht.

Palazzo Ducale

Nun standen wir vor der Überlegung, welche Sehenswürdigkeit wir in Modena näher besichtigen sollten, eine Alternative wäre der prächtige Palazzo Ducale, den die Familie Este gebaut hatte, nachdem sie aus Ferrara wegziehen mussten. Siehe auch unseren Besuch am Tag 1, wo das Castello Estense steht, das durch die Kirche eingezogen wurde, weil Alfonso II kinderlos geblieben war. 

Wir entschieden uns jedoch weiterzugehen mit dem Ziel der Besichtigung der Galleria Estense.

Vorher führte unser Weg uns noch am historischen neoklassizistischen Gebäude Foro Boario (2. Foto), ein ehemaliger  Viehmarkt und heutiger Sitz der Wirtschaftsfakultät der Universität Modena vorbei mit den dahinter liegenden ovalem Parcheggio del Centro und einem archäologischen Park. Dort waren viele Marktstände aufgebaut mit Kleidung und diversen Utensilien des täglichen Gebrauchs.

Palazzo dei Musei

Im Palazzo dei Musei befindet sich im 4. Stock die Galleria Estense, eine große bedeutende Kunstsammlung der Familie Este. Ebenfalls ist dort das städtische Musei Civici und eine Bibliothek. Wir wählten für je 8 € den Eintritt in die Galleria Estense, für 10 € hätte man auch das Musei Civici mit besichtigen können. Aber wir wollten uns nach diesen vielen Tagen mit spannenden Eindrücken nicht mit zu vielen Museen überfordern.

Galleria Estense

Die Galeria zeigt die gesammelten Werke der Familie Este neben schönen Gemälden auch andere Kunstwerke wie beispielsweise kunstvoll verzierte Musikinstrumente und eindrucksvolle Skulpturen. 

Die Galeria zeigt die gesammelten Werke der Familie Este neben schönen Gemälden auch andere Kunstwerke wie beispielsweise kunstvoll verzierte Musikinstrumente.

Neben den Violinen mit Holzschnitzereien, einem Marmorklavier und einer Gitarre und Flöte aus Stein, gefiel uns auch die wunderschöne Harfe.

Ausdrucksvoll fanden wir die Skulptur eines alten Mannes als auch eines Jungen, der einen Dorn aus seiner Fußsohle entfernt. Berühmt und wertvoll ist die Büste von Francesco I. d‘Este von Bernini.

Und zum Schluss fanden wir noch die Darstellung von Mars, Venus und Amor. Venus ruht auf einem Wappen eines Adlers und zeigt auf uns, den Betrachter, ebenso wie der Pfeil von Amor auf uns gerichtet ist. Mars zieht den Vorhang zurück und blickt besorgt und Venus erkennt plötzlich die Macht der Liebe. Der Pfeil des Amors ist viel mächtiger als die Waffen des Mars.

Gemälde

Trattoria Incognito

Zum Mittagessen hatten wir (nach Google Bewertungen), das Restaurant Incognito ausgewählt, das in der Nähe des Doms liegt. Leider war dort das Essen zum ersten Mal in diesem Urlaub wirklich enttäuschend, trotz der guten Bewertungen. Während die Vorspeise noch ok war, waren die Tagliatelle zu weich und die Tortellini viel zu hart. Das Problem war jedoch das Hauptgericht, auf das wir zunächst lange warteten. Dann war das eine Essen (Blumenkohlvariationen) teilweise schon sehr kalt, das andere Hauptgericht, eine „Überraschung“ der Küche, die wir einfach mutig gewählt hatten, jedoch eine sehr negative: Kartoffelstampf mit zähen, ungewürztem Schweinefleischstücken ohne jegliche weitere Sauce, Beilage oder ähnliches. Im Nachhinein würden wir eher nach Restaurants abseits der zentralen Plätze und Sehenswürdigkeiten suchen.

Unser Übernachtungsplatz

Wir machten eine Siesta Mittagspause, gingen noch einkaufen und fuhren dann zum Ausgangspunkt unserer nächsten Wanderung. Ein schöner Parkplatz an der kleinen Bergstraße im Ort Chiastre war sowohl unser heutiger Übernachtungsplatz als auch der Start der Wanderung morgen früh. Eine herrliche Berglandschaft umgab uns und wir waren jetzt auf ca. 800 Meter Höhe.

11. Tag

Wanderung Salti del Diavolo

Blick auf Chiastre und unseren Übernachtungsplatz
Blick auf Chiastre und unseren Übernachtungsplatz

Wir verbrachten eine angenehme Nacht und genossen am Abend den atemberaubenden Sternenhimmel.

Am Morgen starteten wir die Wanderung Salti del Diavolo zu den Teufelsfelsen (Nr. 6, Outdoor Wanderführer Emilia-Romagna, 6,3 km Länge). Zunächst ging es einen schmalen Weg zwischen den Häusern durch und wir überquerten einen kleinen Bach. Unzählige Primeln und Veilchen säumten den Weg und man muss aufpassen, nicht auf diese zu treten. 

Durch einen frühlingshaften Buchenwald ging es einen Pfad hinauf zur Felsnadel des Teufelszahn, Dente del Gigante. 

Der zweite Teil der Wanderung führte dann einen Weg hinunter ins Tal zu der beeindruckenden Felsgruppe Salti del Diavolo aus Sandstein. Der Legende nach sei der Teufel vor einem frommen Einsiedler geflohen und habe auch den Felsen seine Fußspuren hinterlassen. 

Weiter hinab ins Tal erreichten wir den Fluss Baganza, über den eine neue Hängebrücke führte, die vollständig aus Gittern bestand. Von dort aus konnten wir nicht nur unsere Höhenangst testen, da die Brücke beim Begehen ordentlich wackelte, sondern auch die wunderschöne Landschaft genießen.

Zurück durch Eichen- und Buchenwäldern erreichten wir eine Lichtung und herrliche Wiese auf der Unmengen von Osterglocken blühten. Diese Wiese war beim das Casino Pallavicino, ein altes verlassenes Renaissance Gebäude und Jagdschloss, dem man die vergangenen Zeiten leider nicht mehr ansah, weil es sehr verfallen war. Unsere Vermutung der unzähligen Osterglocken ist, dass diese einst dort gepflanzt worden waren und über die Jahrzehnte in Massen verwilderten. Der Weg führte zurück zum Ort Chiastre, wo wir im Auto eine Mittagsrast machten.

Anschließend wollten wir auf dem Campingplatz Il Poggio in Perceto übernachten, der war jedoch leider noch nicht offen, so dass wir weiterfuhren zum Startpunkt der Wanderung, die wir für Mittwoch geplant hatten. Wir wollen in den ersten Hügeln des Apennin wandern, im Parco Boschi di Carrega. In der Nähe von Collechio befindet sich ein sehr großer Wanderparkplatz, wo wir eine gute Stellmöglichkeit fanden.

Wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag und Abend. Zum Abendessen kochten wir uns Gnocchi, zu denen es Blumenkohl und Romanesco gedünstet mit einer fertigen Safransauce und in Olivenöl gebratene Zucchini gab.

12. Tag

Wanderung Parco Boschi di Carrega und Parma

Parco Boschi di Carrega

Am frühen Morgen starteten wir die schöne 12 km lange Wanderung durch die Waldlandschaft des Parco Boschi di Carrega (Nr. 4, Outdoor Wanderführer Emilia-Romagna, 12 km Länge). Während wir gestern noch auf 800 Höhenmetern eine Vorfrühlingslandschaft mit Primeln, Veilchen erlebt hatten und die Bäume kaum Laub hatten, ist hier näher an Parma auf 300 Höhenmetern die Natur schon sehr viel weiter. Der Wald hatte schon deutlich mehr Blätter, die Natur war weiter. Zunächst liefen wir an zwei Teichen vorbei, in denen es auch Schildkröten geben soll, wir entdeckten jedoch nur einen Frosch, der uns aber auch erfreute. 

Die Wanderung geht durch den hügeligen Wald leicht bergauf und bergab und ist sehr gut machbar. Wir liefen zu der verlassenen Residenz Casino dei Boschi der Herzogin Marie Louise von Parma, die inzwischen zu einem sehr verfallenen Lost Place geworden ist. Das Gebäude ist natürlich gesperrt, da einsturzgefährdet und vermittelt kaum noch die frühere Pracht.

Anschließend ging es am Informationszentrum des Parks vorbei immer weiter durch den Wald mit leichter Steigung. Wir kamen zu einem Trinkwasserbrunnen, an dem nicht nur wir das sehr leckere Wasser tranken, sondern der auch dutzende von Bienen erfreute.

Weiter ging es durch den Wald, schließlich fanden wir auf einem Baumstumpf eine gute Sitzmöglichkeit, um eine kleine Mittagspause mit Brot zu machen. Wir freuten uns an der blühenden Vegetation, das Echte Salomonssiegel ist wirklich sehr groß, und überall wuchs Zwiebel-Schaumkraut.

Zurück ging es durch Kastanien- und Eichenwälder und wir machten eine kurze Siesta im Auto.

Da es erst kurz nach Mittag war, planten wir kurz entschlossen um und entschieden uns, schon heute Nachmittag nach Parma zu fahren.

Wir wählten einen Parkplatz am Kongresszentrum Paganini, der in einem schönen Park liegt und nur 20 Minuten Fußweg von der Innenstadt aus entfernt ist. Erfreulicherweise liegt der Parkplatz etwas abseits von den Straßen und es ist somit recht ruhig. 

Besichtigung von Parma die Erste

Cioccolateria Gelateria Banchini

 

 

 

 

 

 

Bevor wir mit dem Stadtbummel beginnen, stärken wir uns noch mit einem super leckeren Eis.

Stadtbummel durch Parma

Anschließend ging es durch sehr hübsche schmale Straßen mit vielen, durchaus recht noblen Geschäften. Man merkt Parma an, dass es im reichen italienischen Norden liegt.  In dem Laden La Prosciutteria kauften wir Parmesan, Pecorino und Salami. 

Einkauf im Laden "La Prosciutteria"

In dem Laden La Prosciutteria kauften wir Parmesan, Pecorino und Salami. 

La Pizzeria Da Michele

Spontan beschlossen wir noch eine Pizza zu essen. Die Kette L‘Antica Pizzeria Da Michele erinnerte uns an unseren früheren Neapel-Urlaub, diese durch den Besuch von Julia Roberts berühmt geworden.

13. Tag

Besichtigung von Parma die Zweite

Der gute Parkplatz am Kongresszentrum ermöglichte uns eine ruhige Nacht in Parma und am morgen ging es wieder in die Innenstadt, diesmal mit dem Ziel einige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. 

Zunächst kamen wir im Parco Maggio bei einem großen Trinkwasserspender vorbei, wo man 

 sowohl stilles als auch Wasser mit Kohlensäure kostenlos zapfen kann - ein beeindruckender Service.

                          Kongresszentrum                                  Trinkwasserspender in Parco Maggio

Dann bummelten wir die zentrale Strada della Repubblica entlang und besichtigten die Kirche Chiesa di Santa Cristina, außen mit alten Steinen rustikal wirkend und mit einer Vielzahl von Altären und schönen Decken- und Wandmalereien. 

Strada della Repubblica

 

Wir bummelten die Strada della Repubblica entlang, die einen perfekten Einstieg bietet. 

um das kulinarische Erbe von Parma zu erkunden. Sie ist eine zentrale Hauptverkehrsader in Parmas historischer Altstadt.

 

Chiesa di Santa Christina

Santa Christina ist eine römisch-katholische Kirche im Barockstil in der Via Repubblica, außen mit alten Steinen rustikal wirkend und mit einer Vielzahl von Altären und schönen Decken- und Wandmalereien. 

Palazzo del Governatore

Der barocke und klassizistische Palast befindet sich an der Nordseite der Piazza Garibaldi. An dem hohen Turm befindet sich die Gekrönte Jungfrau und die hübsche Sonnenuhr. 

Basilica di Santa Maria della Steccata

Nach einer kurzen Kaffeepause mit einem schönen Cappuccino Latte Art ging es weiter durch die malerische Innenstadt. Die Basilica di Santa Maria della Steccata wird zur Zeit von außen renoviert, so dass sie vollständig zuhängt ist, von innen war sie durch den kreuzförmigen Bau und die schönen Altäre einen Besuch wert.

Danach schlenderten wir durch den Parco della Pilotta, der vor dem großen Complesso Monumentale della Pilotta liegt. 

Palazzo della Pilotta

In der Palastanlage Palazzo della Pilotta aus dem 16. Jahrhundert, befindet sich die Galleria nazionale di Parma. Diese soll definitiv einen Besuch wert sein, aber man sollte hierfür schon einige Stunden mitbringen, so dass wir dieses Erlebnis auf einen zukünftigen Besuch von Parma schoben. 

Monument Guiseppe Verdi

 

 

 

Das Denkmal von Guiseppe Verdi im Parco della Pilotta

Anschließend gingen wir zum Dom von Parma, der Cattedrale di Santa Maria Assunta. Die berühmte romanische Kathedrale überwältigte uns mit einem Innenraum voller Kunstwerke und beeindruckender Seitenaltäre und vielen Fresken. Insbesondere die Deckenmalereien waren außerordentlich schön. Sie stellte aus unserer Sicht einen Höhepunkt unseres Besuchs dar.

Dom von Parma

Battistero di Parma

Das Battistero ist schon von außen mit seinem rosafarbenen Marmor ein beeindruckendes Gebäude und ist innen reich mit Gemälden und Skulpturen verziert, insbesondere die kleinen in den Wänden eingelassenen Schnitzereien gefielen uns sehr. In der Mitte befindet sich das große Taufbecken.

Museo Deocesano in Parma
Museo Deocesano in Parma

 

Für die Besichtigung des achteckigen Baus Battistero di Parma benötigt man ein Eintrittskarte (12 €) die man im Museo Diocesano erwerben kann. Sie ist auch gleichzeitig Eintritt für das kleine Museum. 

Danach bummelten wir weiter durch die schönen Gassen von Parma und stellten fest, dass neben Bologna uns der Charme von Parma ganz besonders bezauberte. 

Post von Parma

Die Postzentrale befindet sich in einem eindrucksvollen Bau, und wir fragten uns, wie hübsch wohl das Innere der Polizei, die sich daneben befindet, sein mag. 

Gassen und Läden von Parma

Chiesa di San Vitale

Ein weiterer kurzer Besuch der Chiesa di San Vitale mit einem sehr schönen Seitenaltar und lebendig wirkenden Skulpturen rundete den Vormittag ab.

Trattoria Del Tribunale

Die Wahl des Restaurants (Empfehlung des Reiseführers) zum Mittagessen war wieder gelungen, wir besuchten die Trattoria Del Tribunale, die in einer Seitengasse liegt. Die sehr traditionelle und schmackhafte Küche gefiel uns. Als Vorspeise gab es Parmesan und einen traumhaft leckeren Schinken Culatello di Zibello, der dem Parmaschinken den Rang abläuft. Als Zwischengang hatten wir Tortelli di Zucca (Kürbis) sowie Tagliolini al tartufo nero (schwarze Trüffel), beides sehr lecker. Als Hauptgericht, das bei den großen Portionen uns fast zu viel wurde, gab es leckere Aubergine mit überbackenen Parmesan und ein super zartes Ossobuco mit Risotto alla parmigiana. 

Satt und zufrieden machten wir uns dann auf den weiteren Weg zum nächsten Reiseziel Richtung Bobbio. Wir hatten jetzt im Voraus einen Campingplatz gebucht und zwar im netten kleinen Agriturismo L‘Urteia. Dort gibt es Zimmer und 8 schöne Stellplätze für Camper sowie ein modernes Sanitärgebäude (32 € Preis für einen Stellplatz und 2 Personen). Der Garten ist gepflegt und es duftete herrlich nach Blauregen, um den auch einige Holzbienen schwirrten.

Unser Übernachtungsplatz

Der Ort Rivergaro liegt noch 1/2 Stunde Fahrzeit vor Bobbio am Fluss Trebbia. Allmählich wird hier die Landschaft wieder hügliger und schöner. Der Fluss ist einer der wenigen Badeflüsse in dieser Gegend mit sehr sauberen Wasser. Wir gingen noch eine Runde in dem sehr schönen Flusspark Trebbia spazieren mit großen Kiesbänken und genossen die Natur. Da es uns hier sehr gut gefiel, beschlossen wir, auch noch die Nacht zum Samstag zu verbringen. 

14. Tag

Besichtigung von Bobbio

Nach einer erholsamen Nacht auf dem kleinen Campingplatz beschlossen wir, den Freitag etwas gemütlicher zu verbringen und uns nur den Ort Bobbio anzusehen.

Das kleine Bergstädtchen Bobbio liegt im angeblich schönsten Flusstal der Welt laut Hemingway, das dem Lauf der Trebbia folgt.  Wir fuhren ca. 1/2 Stunde von Rivergaro nach Bobbio, immer entlang des breiten schönen Flussbetts der Trebbia. 

Bobbio an der Trebbia
Bobbio an der Trebbia

In Bobbio war die Gegend inzwischen wieder etwas hügeliger geworden.

Zunächst liefen wir über die berühmte, malerische Steinbrücke Ponte Gobbo über die Trebbia. Die Brücke steht, inzwischen mehrfach restauriert, noch auf römischen Fundamenten. Sie scheint unverwüstbar und hielt auch den Unwettern und Fluten der Trebbia 2015 stand, als damals die zweite Brücke in Bobbio, die Ponte di Barberino zerbarst.

Vom anderen Ufer aus hat man eine sehr schöne Sicht auf die Stadt.

Anschließend ging es am schon etwas verfallenen Kloster di San Francesco (Foto 2. Reihe, Mitte) vorbei und wir bummelten durch das Städtchen, das aus vielen schönen alten Steinhäusern und engen Gassen besteht. 

Viele Geschäfte und Läden

Neben unzähligen Cafés gibt es auch hübschen kleine Geschäfte und wir nutzen die Gelegenheit, noch etwas Gemüse, Obst und Aufschnitt für Zuhause einzukaufen. 

Wir besichtigten die schöne Concattedrale di Santa Maria Assunte aus dem 11. Jahrhundert. Die romanische Kirche gefiel uns sehr mit den farbenfroh gestalteten Deckengemälden, wenngleich sie etwas dunkel war.

Concattedrale di Santa Maria Assunte

Dann machten wir eine Cappuccino Pause in der Caffetteria Bar Tavernetta, die sich gegenüber des Komplexes Abbazia di San Colombano befindet. Der irische Missionar Columban hatte in Bobbio 614 eine Ordensgemeinschaft gegründet.

Abbazia di San Colombano

Der irische Wandermissionar Columban von Luxeuil hatte in Bobbio 614 eine Ordensgemeinschaft gegründet.

Nachdem wir am Vormittag Bobbio besichtigt hatten, fuhren wir zurück und machten uns einen gemütlichen Nachmittag und Abend in Rivergaro.

15. Tag

Besichtigung von Piacenza

Den letzten Vormittag unserer Reise verbrachten wir in Piacenza, bevor wir uns auf den Weg nach Hause machten. Wir hatten abermals mit sonnigem Wetter Glück, das uns letztlich die ganzen 14 Tage sehr wohl gesonnen war.

Wir parkten auf dem großen Parkplatz in der Nähe der Polizei, der bei dem guten Wetter sehr voll war. Insgesamt waren auch am Vormittag schon viele Leute unterwegs und die zentralen Plätze waren mit Marktständen bestückt, so dass einiges los war. 

Piazza dei Cavalli

Zunächst starteten wir mit der Besichtigung des Piazza dei Cavalli, das seinen Namen den beiden Reiterstandbildern von Allesandro und Runuccio I Farnese verdankt. Der Piazza ist umgeben vom Rathaus (Pallazo dei Mercanti), dem ehemaligen mittelalterlichen Rathaus dem Pallazo Gotico mit Metalllampen, die feuerspeiende Drachen darstellten und dem Pallazzo del Governatore.

Das Highlight ist vermutlich der Dom Santa Maria Assunta, der sich am Piazza Duomo befindet, wo wir auch eine kleine Cappuccino Pause in einem sehr vollen, quirligen Café machten. Auch der Piazza war voll mit Marktständen.

Im Vergleich zu den anderen besichtigten Städten würden wir Piacenza als Stadt der schönen Kirchen bezeichnen, von denen wir einige, wie im folgenden beschrieben, besichtigt haben.

Duomo Santa Maria Assunta

Der Duomo Santa Maria Assunta ist ein wunderschöner Dom romanischer Bauweise aus dem 12. und 13. Jahrhundert, der später noch mit Fresken verschönt wurde. Besonders spektakulär ist die Kuppel, die man auch am Wochenende von oben im Rundgang aus besichtigen kann. Den Eintritt hierzu gibt es im Museo Kronos, das aber leider erst um 15 Uhr öffnete, so dass wir auf diese Besichtigung verzichten mussten.

Chiesa di S. Giovanni in Canale

Die Chiesa di S. Giovanni in Canale gefiel uns ebenfalls sehr gut mit ihren Holzverkleidungen der Decke und den Fresken.

Chiesa di San Francesco

Auch die Chiesa di San Francesco im gotischen Stil ist einen Besuch Wert. Sie ist zwar relativ dunkel, besitzt aber wunderschöne Glasmosaikfenster, die dadurch besonders leuchten. Auch die bemalte Kuppel ist sehenswert.

Basilica di San Antonio

Als letzte Kirche besichtigten wir die romanische Basilica di San Antonio, die einen achteckigen beeindruckenden Turm besitzt.

Interessant ist auch der Theaterbereich in Piacenza und könnten wir italienisch, würden wir sicher gerne auch einmal ein Stück besuchen. Der Bereich umfasst mehrere wunderschöne Gebäude, besonders interessant fanden wir die Umwandlung der ehemaligen Kirche S. Vincenzo in ein Theater mit Bühnenraum. Die Mischung aus Kirche und Theaterraum vermittelte eine besondere Stimmung.

Ehemalige Kirche S. Vincenzo

Pizzaria Tosello

Zum Abschluss des Besuchs von Piacenza aßen wir noch eine sehr gute Pizza in der Pizzeria Tosello, die sich in der Nähe des Domplatzes befindet. Beeindruckend war der angefeuerte große Pizzaofen und die Pizzen waren super lecker.

Am Nachmittag fuhren wir nach Hause, in der Gewissheit, dass wir die Emilia-Romagna nicht zum letzten Mal besucht haben.


 

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