Von Rainer Gelling
Da der Suezkanal noch in meiner Sammlung fehlt, geht es mit dem Containerschiff "CMA CGM Vela" in 25 Tagen von Genua nach Port Kelang (Malaysia). Anschließend nach Indien in die Stadt Chennai und von dort nach Bangkok. Dort beginne ich die 16-tägige Rundreise durch Kambodscha und Vietnam. Mein Flug von Bangkok bringt mich nach fast 2 Monaten wieder zurück nach Hamburg.
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Inhaltsverzeichnis * Teil 1: Beginn meiner 2-monatigen Reise
Teil 2: Fahrt durch den Suezkanal - Malta - Beirut - Dubai
Teil 3: Chennai in Indien Teil 4: Rundreise: Thailand, Kambodscha, Vietnam - Can Tho - Saigon
Teil 5: Rückflug nach Hamburg
Teil 6: Anhang
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Reiseroute
Reisetabelle
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| Beginn meiner 2-monatigen Reise |
Wie immer in den letzten 6 Jahren entziehe ich mich dem Hamburger Schietwinterwetter.
Am 01. Januar fliege ich nach Milano und fahre von dort weiter nach Genua, um mit der "CMA CGM Vela" in 25 Tagen durch den Suezkanal nach Port Kelang (Malaysia) zu fahren.
Genua
Eigentlich sollte es bereits vor 2 Tagen „Leinen los“ heißen, aber die Vela musste außerplanmäßig noch Barcelona anlaufen, um dort Container u/o Katalanen zu laden.
Also habe ich mich für 3 Tage in die gemütliche Pension „Albergo Caffaro“ eingemietet. Der Blick aus meinem Zimmer ist doch nicht zu verachten:
Am Horizont sind in ca. 60 km Entfernung sogar die schneebedeckten Westalpen auszumachen. Die Idee, vielleicht doch lieber auf die Bretter zu steigen, habe ich jedoch schnell verworfen.
In der Januarsonne über den Dächern von Genua kontinental zu frühstücken, während daheim die Tiefs „Burglind“ + „Christine“ stürmen, das hat schon was.
Immerhin kommt hier angesichts der vielen Museen, Palazzi usw. keine Langeweile auf.
Morgen gehe ich dann endlich an Bord, am 29. oder 30.01. soll es dann in Malaysia wieder an Land gehen:
| Fahrt durch den Suezkanal |
Wie aus dem Törnplan ersichtlich, sollen Malta, Beirut, Jeddah und Jebel Ali angelaufen werden, bevor wir Port Kelang erreichen.
Leider werde ich aus visatechnischen Gründen nur in Malta von Bord gehen dürfen. Die lila eingefärbten Gebiete sind Risikoregionen (Krieg, Piraten usw.).
Glücklicherweise hat die Piraterie im Indik ja nachgelassen. Außerdem sind die Bordwände der Vela so hoch, dass ein Entern recht schwierig ist. Ich musste jedoch unterschreiben, dass ich im Falle einer Kaperung keinerlei Ansprüche an die Reederei habe.
Mit 12 kn pflügen wir ganz gemütlich auf Kurs 234 durch das östliche Mittelmeer auf dem Weg von Beirut zum Suezkanal.
Dort werden wir dann ab ca. 18:30 ankern, um ab 04:00 morgens den Kanaltörn im Konvoi zu beginnen. Das bedeutet, dass der größte Teil
bei Tageslicht zurückgelegt werden wird. Besser geht’s kaum..
Die Vela war lange in Hamburg registriert und mit 347 m Länge und 45 m Breite das größte Containerschiff unter deutscher Flagge.2017 wurde sie dann aus steuerlichen Gründen nach Portugal ausgeflaggt.
Ich hoffe, an Bord einen E-Mai Account zu bekommen, sodass ich mich auch von dort - allerdings nur mit Textdateien - melden und den Abstiegskampf des HSV verfolgen kann.
Auf dem Dampfer habe ich mich schnell eingelebt. Meine Kammer auf dem F-Deck hat freien Ausblick voraus.
Im Gegensatz zur 12-zylindrigen Hauptmaschine, die 70 000 kW auf die Welle bringt, ist es dort auch überraschend ruhig. Da man in meinem Alter vom Wachdienst jeglicher Art befreit ist, bin ich immer angenehm ausgeschlafen.
Folglich beneide ich die Crew nicht, die, wenn nach nächtlicher Ladung um 02:00 morgens Sailing angesagt ist, zuweilen zu knapp 2 h Schlaf kommt.
Darius, der rumänische First Mate (1. Offizier), behält trotzdem seine gute Laune.
Auch die weitere Besatzung macht einen freundlichen und zugewandten Eindruck.
Der Master (Kapitän) Andrei Korenev aus Russland, spendiert sogar einen Bocksbeutel fränkischen Rose´ für den Passagiertisch.
Das sind neben mir (v.l.n.r.) Frits aus Holland und Maren & Peter aus Deutschland.
Frits lebt in Südfrankreich und arbeitet hier an Bord an seinem 2. Buch. Er schreibt einen Blog, dem man unter http://www.fritsleroux.nl/ folgen kann.
Maren aus Hamburg, und Peter, früher bei BP in herausgehobener Position, leben auch des Wetters wegen auf Zypern. Sie haben schon die halbe Welt per Wohnmobil bereist. Es gibt also immer viel zu erzählen.
Wie meistens bei Frachtschifftörns kommt das Eine oder Andere dann doch anders als geplant:
So hat sich die über Silvester eingetretene Verspätung der Vela inzwischen so aufgeschaukelt, dass wir in Port Kelang statt am 28.01. erst am 03. oder 04.02. anlanden werden, da wir uns in den anzulaufenden Ports oft erst hinten wieder anstellen müssen, bevor wir einen Liegeplatz bekommen. Ich habe die Exkursion nach Malakka bereits gecancelled. Die Hotelreservierungen kann ich durchweg bis kurz vor dem jeweiligen Aufenthalt gratis stornieren und der Flug nach Chennai ist auf einem Flex-Ticket gebucht, so dass es auch hier kein Problem geben dürfte.
Komplizierter wird es wohl für Frits, denn er hat den gesamten 70-tägigen Törn via China u. Korea zurück nach Europa gebucht. Nun wird die Vela aber in Busan (Südkorea) außerplanmäßig aus dem Circuit genommen, um dann nur noch zwischen Arabien und China eingesetzt zu werden. Das wird wohl ein langes Buch werden, das er gerade schreibt. Wir nennen ihn schon den „Fliegenden Holländer“ J.
Eine angenehme Abwechslung der entspannten Hochseeroutine sind die Revierfahrten.
Hier der Schlag von der Ansteuerung Marsalokk (Malta) in den Hafen mit hoch konzentrierten Lotsen, Master und Rudergänger.
Malta
Mit Frits unternehme ich eine 3-stündige Taxifahrt durch die überschaubare Insel nach Rabatt, zur Medina und zur blauen Grotte.

Auf dem Weg von La Valetta zurück nach Marsalokk begegnet uns dann noch eine fesche Malteserin.
An Bord wartet schon die nächste Mahlzeit. Der philippinische Koch versteht sich auch auf urdeutsche Gerichte wie „Meatball Koenigsberg“.
Beirut
In Beirut findet ein „fliegender Wechsel“ mit der MSC Paloma statt.
Ich freue mich schon auf die „Zedern des Libanon“.
Allerdings bin ich von Beirut dann doch etwas enttäuscht. Bei der Exkursion zu viert mit dem Taxi habe ich nichts Typisches oder Einmaliges feststellen können.
Eine Millionenstadt mit etwa ebenso vielen Einwohnern wie Hamburg, doch weniger Charakter. Aber vielleicht hat der Taxifahrer uns auch nicht die richtigen Ecken gezeigt. Der Business-Distrikt ist austauschbar mit seine Malls, Armanis, H&Ms usw., und eine schöne Altstadt mit Souk usw.. gibt es offensichtlich auch nicht, oder besser nicht mehr.
Auffällig ist die Teilung in den ärmeren muslimischen und den wohlhabenderen christlichen Teil. Der letztere erinnert ein wenig an Paris. Immerhin ist das Wetter sehr schön und das 2. Frühstück in einem belebten Cafe am Wasser ist es auch.
Jetzt freue ich mich auf den „Einmal noch nach Bombay, einmal nach …….. SUEZ!“
Die Fahrt der „Wüstenschiffkarawane“ durch den Suez ist schon ein tolles Erlebnis.
Auf 160 km gibt es keine Brücken.
... nur eine mobile Eisenbahn- und mobile Straßenquerung
... sowie ein paar kleine Fähren.
Man muss also nirgends den Kopf einziehen.
Vor dem Anlaufen von Jeddah, nicht weit entfernt von Mekka, hängt folgende Aufforderung am Pinnboard, worauf wir etwas Merlot für den abendlichen Schlummertrunk in eine unverfängliche Wasserflasche umfüllen:
Inzwischen ist der Weinvorrat sowieso aufgebraucht und das Astra ist auch aus.
Das liegt weniger an unserem bescheidenen Konsum, sondern vielmehr an der planwirtschaftlichen Sozialisation unseres russischen Masters.
Immerhin gibt es noch etwas Becks.
Sein Bolschoi-Talent zeigt der Käpt’n dann allerdings beim Einparken in Jeddah, als er mit dem saudischen Lotsen ein Ballett allererster Güte auf die Backbord-Nock legt:
Das erfreut auch die saudische Flagge
Blick beim Auslaufen aus dem Hafen von Jeddah auf das Rote Meer.
Nach dem Auslaufen geht es bald in die "High Risk"- Zone.
Diese durchlaufen wir im Security-Level 2 (mehrere Ausgucks, alle Rollos runter, full-speed).
Für die 20,5 Kn macht die Schraube (knapp 9 m Durchmesser) an die 90 Umdre-hungen pro Minute.
Damit würden wir auf der Stresemannstraße in Hamburg locker geblitzt werden.
Als wir den Golf von Aden wohlbehalten verlassen, bin ich doch etwas erleichtert
(Screenshot von meinem Smart-phone).
Anschließend zeigt der Chief uns die „Zitadelle“, eine gut gesicherte Örtlichkeit unter Deck, wo sich die Besatzung bei einem zunächst erfolgreichen Überfall einschließen würde.
Von hier hat man Zugriff auf die Funk- und GPS-Anlage, so dass man seine Position an das nächstgelegene Atalanta-Kriegsschiff geben kann, dass dann hoffentlich in wenigen Stunden vor Ort wäre.
Danach ein Blick auf die imposante Rudermaschine.
Wir bekommen auch noch den Schiffssarg zu sehen, der zum Glück leer ist.
bekommen wir auch noch den Schiffssarg zu sehen,
Zum heutigen Frühstück gibt es dann die erfreuliche Nachricht, dass wir morgen in Dubai an Land gehen können.
Die 225 US$ gelten für alle vier zu-sammen.
Dubai
Von Jebel Ali geht es über 40 km Autobahn aufgrund mehrerer Staus in 90 min downtown zur Dubai City Mall.
Die City Mall in Dubai wird gekrönt von diesem schlanken, etwas babylonisch anmutenden Gebäude.
Der Burj Khalifa war mit über 555 m Höhe bis vor wenigen Jahren das höchste Gebäude der Welt.
Allerdings kostet die Auffahrt in die Lounge im 148.!!! Stockwerk mehr als 100 $. Das ist mir der Spaß nun doch nicht wert.
Immerhin ist in der 125.Etage in 456 m Höhe auch eine 360°-Aussichtsplattform, die schon „stunning“ genug ist und „nur“ 40 $ kostet.
Na gut, once in a lifetime.
Richtig schön ist anschließend eine Bootsfahrt auf dem Creek.
Zur Anlegestelle sausen wir mit der hochmodernen, fahrerlosen Metro.
Am Creek, einer Art natürlicher Förde, erhält man einen kleinen Eindruck vom ehemaligen Dubai. Hier gibt es viele, kleine Baustellen, durch die die Altstadt bereits für die EXPO 2020 herausgeputzt wird.
Mit dem Bootskäpt’n handeln wir einen fairen Preis aus und los geht’s.
Hier kann man sich noch in die Welt Sindbads versetzen.
Zumindest ein wenig.
Auf dem Rückweg fällt mir in diesem Metro-Waggon nichts auf. Schließlich bin ich mit 4 Schwestern groß ge-worden.
Bis mich die kräftige Frau mit dem rötlichen Haar (bestimmt irischer Abstammung) freundlich und bestimmt darauf hinweist, dass ich mich im Womens-Coach befände und bei Kontrollen mit einer ordentlichen Strafe zu rechnen hätte.
Also schnell hinter die lila Grenze, die ich erst jetzt bemerke, in den noch volleren Jedermann-Waggon.
Übrigens: Araber sieht man in der Metro kaum.
Die Jobs im Dienstleistungsbereich und produzierenden Gewerbe werden überwiegend von Indern, Pakistanern
und anderen Gastarbeitern ausgeübt, während die Einheimischen sich erst ab Abteilungsleiterebene aufwärts betätigen.
Letzter Seetörn nach Malaysia
Am nächsten Morgen beginnt der sechstägige Seetörn nach Malaysia.
Dass ich einmal Weihnachten und Silvester Ende Januar mitten auf dem Indischen Ozean feiern würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Da hat Santa Claus auf seiner Reise von Australien zurück zum Nordpol wohl bemerkt, dass er bei seiner 2017-er Christmas-Runde die CMA CGM Vela ganz übersehen hat.
Schließlich gab es Ende Dezember so viel Verspätungs-Stress im Mittelmeer, dass ans Feiern nicht zu denken war.
Also seilt er die gut gefüllten Präsentbeutel jetzt durch den dicken Schiffsschornstein ab.
Master Korenev hält eine launige Rede, die mit den Worten endet:
Gute Getränke ... und dann noch ein Spanferkel
Mathei, der polnische Chief aus Stettin, erzählt mir noch 20 Döntjes aus seiner 25-jährigen Fahrenszeit.
Ich revanchiere mich mit ein paar S-Boot-Abenteuern aus meiner 18-monatigen Navy-Zeit.
Bei Karaoke und schöner Stimmung geht die Party bis in die Nacht hinein.
Zum Abschluss eines Seetörnberichts gehört ein romantisches Meeresbild:
31.01.2018 kurz nach Sonnenaufgang auf Ostkurs im Golf von Bengalen zwischen Sri Lanka und der Straße von Malakka.
Heute bin ich nach 28 Tagen Seefahrt von Bord gegangen. Das ist schon ein richtiger Abschied, zumal das Verhältnis zur Crew und zu den drei weiteren Passagieren freundschaftlich gewesen ist. Jetzt sitze ich im Holiday Inn in Kuala Lumpur und freue mich über schnelles WLAN, weil ich mir gleich die News aus der Heimat herunterladen kann.
Ich werde ich noch einige Tage in Malaysia verbringen, um mir danach in Chennai (früher Madras) einen kleinen Eindruck von Indien zu verschaffen.
Ankunft in Kuala Lumpur
In Kuala Lumpur (oder kurz KL), dem neben Singapur wohl „westlichsten“ Staat Asiens, bin ich nun schon zum 3. Mal.
Hier lässt es sich für Touristen preiswert und gut leben.
Das Nationalmonument, das an den 1963 schließlich erfolgreichen Unabhängigkeitskampf der Malaien erinnert, ist immer wieder einen Besuch wert.
Übermorgen geht’s nach Indien.
| Chennai in Indien |
Etwas später lande ich in Indien, einer gänzlich anderen Welt. Dabei ist Chennai, das frühere Madras, mit 7 Mio Einwohnern die viertgrößte Stadt des Subkontinents.
Den Menschen geht es in der Hauptstadt des prosperierenden Bundesstaates Tamil Nadu besser als in vielen anderen Teilen Indiens.
Die einheimische Küche ist zu Recht für ihre Vielfalt und Würze bekannt.
Hierüber und über die mehr als 150 000 verschiedenen Hindu-Götter (einer für jeden nur denkbaren Anlass) erfahre ich eine Menge
bei einem Stadtrundgang mit Akila und 2 Mädels aus Buenos Aires.
Am nächsten Tag begebe ich mich an den mit 13 km angeblich zweitlängsten Strand der Welt. Den längsten hat Miami Beach.
In Kuala Lumpur (oder kurz KL), dem neben Singapur wohl „westlichsten“ Staat Asiens, bin ich nun schon zum 3. Mal.
Hier lässt es sich für Touristen preiswert und gut leben.
Wikipedia meint dazu:
“The Karl Schmidt Memorial is an architectural landmark commemorating a European sailor, who drowned in 1930 trying to save the life of a girl.
It is located at Elliot's Beach in Chennai, Tamil Nadu, India. According to historians, Schmidt, who had gone to the beach, saw an English girl getting into the water,
who soon started struggling against the tide. In a successful attempt to save her life, he lost his own.
The English girl, who Schmidt saved from the sea, attended a party the following evening as though nothing had happened.
The then governor, who was apparently angry with her, built the memorial to mark Schmidt's gallant act.
Ich sage es ja immer wieder: “Reisen bildet!”
Oder wusstet ihr, dass es nur 3 Kirchen weltweit gibt, die über dem Grab eines der 12 Apostel errichtet worden sein sollen,
darunter die St. Thomas Basilika in Chennai.
Aufgrund der verspäteten Ankunft der CMA CGM Vela in Port Klang, bleiben mir für den Indien-Abstecher nur 4 Tage.
Einen davon nutze ich für den Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Mahaba-lipuram, 50 km südlich von Chennai.
Hier befindet sich einer der wichtigsten archäologischen Fundorte Südindiens mit zahlreichen Baudenkmälern aus der Pallava-Zeit (7. bis 9. Jahrhundert).
So ist das Flachrelief „Die Herabkunft der Ganga“ mit 12 m Höhe und 33 m Breite das wohl größte Felsrelief der Welt.
Wer mehr über den mythologischen Hintergrund erfahren möchte, wird auf Wikipedia schnell fündig.
Sightseeing bei 38° im Schatten ist allerdings auch nicht ganz ohne.
Da braucht es schon einen leckeren Fisch zum Lunch mit eiskaltem Kingfisher-Beer.
| Rundreise: Thailand, Kambodscha, Vietnam |
Bangkok
In Bangkok treffe ich die frischgebackene Pensionärin Irmela, die mit Finnair hinterher fliegt, von wo wir eine organisierte Rundreise durch Teile Thailands, Kambodschas und Vietnams machen:
Während der 20-tägigen Gruppenreise („Asiatische Impressionen“ von Gebeco) wechseln die Reiseleiter jeweils an den Grenzübergängen.
Unsere Tour der Gruppenreise:
Bangkok – Battambang – Siem Reap –Banteay Srei - Angkor Wat - Phnom Penh – Kep – Rabbit Island – Can Tho - Saigon
Das „kulinarische Sightseeing“ wird 2 Tage später in Bangkok im Rahmen einer „Food-Tour durch Chinatown“ erfolgreich fortgesetzt.
Jetzt endlich zu zweit und mit fachkundiger Anleitung.
Yummi-yummi oder auf Thai: „Aroi!“
Am folgenden Tag wird der thailändische Königspalast auch von einer koreanischen? Reisegruppe besichtigt.
Die buddhistischen Mönche zahlen den Touristen mit gleicher Münze heim.
Unmittelbar südlich des Königspalastes befindet sich der Tempel „Wat Pho“.
Die Hauptattraktion ist die berühmte 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue.
Dass der Gute hier ohne Air-Condition klar kommen muss, ist unschwer zu erkennen.
Kambodscha
Siem Reap
Durch das „Niemandsland“ - hier zwischen Thailand und Kambodscha - geht es also „unbetreut“
Angekommen im Königreich Kambodscha.
Mit der Gruppe und dem kambodschanischen Reiseleiter Radet, der in den 90-iger Jahren in NRW den Hauptschulabschluss geschafft hat, haben wir Glück.
Angkor Watt
Die Überreste der Millionenstadt Angkor Thom (zu Beginn des 13. Jhdt. wohl die größte Stadt der Erde) sind ebenso beeindruckend wie Ankor Watt.

Mit der Interpretation der ungeheuer zahlreichen Details könnte man sich jahrelang beschäftigen.
Da muss man zwischendurch auch mal Fofftein machen...
... bevor der nächste Tempel entdeckt werden möchte.
Schweinefleischtransport auf dem Motorrad.
Unser Stützpunkt hier ist Siem Reap, eine 200 000 Einwohner-Stadt im Nordwesten Kambodschas.
Das Essen ist, wie überall in SO-Asien, vielfältig und lecker. Es beginnt mit ganz normalem Schweinefleisch bis hin zu frittierten Vogelspinnen.
An die frittierten Vogelspinnen haben wir uns allerdings nicht herangetraut.
Wir lassen´s uns schmecken wie man sieht.
Phnom Penh
Die Hauptstadt Phnom Penh erkunden wir mit unserem dortigen Guide Bora auf Fahrrad-Rikschas.
Die 2 Millionen-Stadt boomt seit dem Ende des Bürgerkriegs Anfang der 90-iger Jahre.

Am gepflegtesten wie meistens – die Anlagen um den Königspalast.
Erschütternd: das Genozid-Museum
In dieser ehemaligen Grundschule im Zentrum Phmon Penhs wurden wäh-rend der Roten-Khmer-Diktatur Pol Pots zwischen 1975 und 1979 viele „bürgerliche“ Kambodschanerinnen und Kambodschaner gefoltert und umgebracht.
Darunter auch die Eltern unseres Reise-leiters Bora.
Sie war Krankenhausärztin, er Uni-Professor.

Never we will forget
the crimes
committed during
the Democratic
Kampuchea regime.
Wir werden niemals die
Verbrechen vergessen,
die während
des demokratischen
Kampuchea-Regims begannen wurden.
Rabbit Island
Bevor wir Kambodscha verlassen, gibt es noch zwei Erholungstage im Mekong-Delta.
... und auf Rabbit Island.
Vietnam
Can Tho
In Vietnam werden wir vom Genossen Ho-Chi-Minh, dem neuen Reiseleiter Mr. Huy und Tausenden von Mopeds begrüßt.
Saigon
Nach einer Nacht in der Provinzhauptstadt Can Tho im Mekong-Delta geht es in die quirlige 9 Millionen Metropole Saigon, die seit dem Ende des Vietnam-Krieges nach dem Übervater der Vietnamesen benannt ist.
Hier posiert er in hübscher Begleitung vor dem historischen Rathaus der Stadt.
Diese pulsierende Stadt allein ist eine mindestens einwöchige Reise wert.
Versäumen sollte man auf keinen Fall das War Remnants Museum, das die Gräuel des Vietnam-Kriegs wach hält. Vielleicht findet sich ja jemand auf dem folgenden Foto wieder.
Auch nachts verliert diese Stadt nichts von ihrer Vitalität.
Am kommenden Nachmittag rundet ein bisschen „Konditern“ im berühmten Oriental-Hotel das Erlebnis ab. Wir sind allerdings nicht im BMW vorgefahren.
Zurück in Bangkok
Am letzten Tag in Bangkok gibt es noch ein Upgrade für die Hotel-Lounge im obersten Stockwerk.
Da schmeckt das Frühstück doch gleich doppelt so gut.
Abends dann geht’s mit Finnair und Stützstrumpf zurück über Moskau in die eiskalte Heimat.
| Rückflug nach Hamburg |
Beim Anflug über das Brodtener Ufer und Blankenese fangen wir schon an zu bibbern.
Daheim beginnen sie schon, mir die Aussicht zu verbauen.
Trotzdem: ob ost – ob west – to hus is best!
Nun sind wir schon eine Woche wieder daheim.
Der Himmel nieselt grau in grau, die Elbe ist mit Tausenden tauender Eisschollen bedeckt und die Temperaturen steigen nur allmählich. Der Kälteschock (plötzlich 50° weniger: von +35° in Saigon und Bangkok auf -15° in Hamburg, beim Umsteigen in Helsinki sogar – 25°) ist einigermaßen verkraftet.
Da bereitet es schon Freude, die schönen Erlebnisse der vergangenen 4 Wochen noch einmal im Schnelldurchgang passieren zu lassen.
| Anhang |




































