Ein visueller Rundgang durch die HafenCity.
Die riesige Gesamtfläche der HafenCity beträgt ca. 157 ha. Sie umfasst zehn Quartiere, die erst in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit das Gesamtbild des Stadtteils wirken lassen.
1: Am Sandtorkai/Dalmannkai
2: Am Sandtorpark/Grasbrook
3: Brooktorkai/'Ericus
4: Strandkai
5: Überseequartier
6: Elbtorquartier
7: Am Lohsepark
8: Oberhafen
9: Baakenhafen
10: Elbbrücken
Aufgrund der Größe habe ich den visuellen Rundgang in drei Abschnitte unterteilt:
1) Nördlich der Osakaallee
2) Westlich der Osakaallee
3) Östlich der Osakaallee.
Teil 1Nördlich der Osakaallee |
Der Teil 1 umfasst hauptsächlich die Speicherstadt.
Die Hamburger Speicherstadt ist der weltgrößte historische Lagerhauskomplex. Sie umfasst das Gebiet zwischen Baumwall und Oberhafen. Der erste Bauabschnitt wurde 1888 fertiggestellt. Seit 1991 steht die Speicherstadt unter Denkmalschutz und ist seit dem 5. Juli 2015 mit dem benachbarten Kontorhausviertel mit Chilehaus auf der Liste des UNESCO-Welterbe eingetragen. Sie ist Teil des kolonialen Erbes Hamburgs.
Die Lagerhäuser dienten u.a. der Lagerung von Kaffee, Kautschuk, Palmöl, Kakaobohnen und anderen Kolonialwaren. 90 % der Teppichware aus der Freien und Hansestadt Hamburg geht wieder in den Rest der Welt. Hamburg ist der größte Teppichumschlagplatz der Welt.
Teppichhändler in der Speicherstadt
Das Wasserschloss liegt auf einer Halbinsel in exponierter Lage zwischen zwei Fleeten: am Zusammenfluss von Wandrahmsfleet und Holländischbrookfleet. Seit 1991 ist das Wasserschloss unter Denkmalschutz.
Das Fleetschlösschen ist eine historisches Gebäude und gehört zum Ensemble der Speicherstadt. Es steht unter Denkmalschutz. Heute wird es als Café und Kneipe genutzt.
Feldschlösschen von der Fleetseite. Vorderrseite Feldschlösschen mit Café
Das Speichrstadtrathaus ist das Verwaltungsgebäude der Hamburger Hafen und Logistik AG. Es befindet sich im historischen Lagerhauskomplex der Speicherstadt im Hamburger Hafen.
Der St. Annenfleet ist ein sehr kurzer Kanalbereich in der Hamburger Speicherstadt. Als Teil der historischen Speicherstadt gehört der Fleet seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Gebäude in der Mitte ist das erste Verwaltungsgebäude der früheren Hafenbehörde.
Die Brücke überspannt das St. Annenfleet Sie ist 32 m lang und entstand 1886 im Zuge des ersten Bauabschnitts der Speicherstadt. Die Fachwerksbögen mit den genieteten Stahlstregen sind, angenäherte Kreisbögen. Zwischen den Bögen verläuft die Fahrbahn mit Kopfsteinpflaster, die Fußwege liegen außen.
Auf der Kehrwiederpitze wurde 1899 die Hafenpolizeiwache 2 gebaut. Hier ist seit 2015 die Grenzpolizei Hafen ansässig.
Teil 2Westlich der Osakaallee |
Teil 2 des virtuellen Rundgangs durch die HafenCity beginnt mit der Überseebrücke, geht über die Elbphilharmonie und den Marco-Polo-Terassen bis zum Störtebeker Ufer.
Von 2012 bis 2015 wurde die Brücke umfassend saniert und erhielt einen neuen Kopfbau. Sie dient heute vornehmlich als Liegeplatz des Museumsschiffs Cap San Diego, zudem machen kleine Kreuzfahrtschiffe, Kriegsschiffe in- und ausländischer Flotten und aktive Museumsschiffe hier fest. So wird sie während des Hafengeburtstags regelmäßig von historischen Segelbarken angelaufen.
Auf der Werft der Bremerhavener Reederei Rickmers Clasen Rickmers lief das Schiff 1896 vom Stapel.
Nach einer bewegten Geschichte liegt das Segelschiff seit 2024 wieder am angestammten Liegeplatz den Landungsbrücken Hamburg.
Die Elbphilharmonie ist ein 2016 fertiggestelltes Konzerthaus. Das 110 m hohe Gebäude wurde unter Einbeziehung der Hülle des früheren Kaiserspeichers A (Baujahr 1963) errichtet. Auf diesen Sockel wurde ein moderner Aufbau mit einer Glasfassade gesetzt, die an See, Wasserwellen, Eisberge oder einen Quarzkristall erinnern soll.
Der passgenaue Aufbau erhielt eine Glasfassade aus ins. 1100 einzelnen Glaselementen, die jeweils aus vier Glasscheiben bestehen. Alle Scheiben erhielten einen eingearbeiteten Licht- und Wärmeschutz durch aufgedruckte gerasterte Folien. 595 Glaselemente sind individuell gekrümmt. Ein einziges dieser Glasfenster kostete etwa 72.000 €. Nach Aussage der Architekten erwecken die gebogenen Fassadeteile den Eindruck eines riesigen Kristalls, der den Himmel, das Wasser und die Stadt immer anders reflektiert
Die Rolltreppe in der Elbphilharmonie ist die längste gebogene Rolltreppe Westeuropas und die einzige weltweit, die einen Bogen beschreibt. Sie ist 82 m lang und führt die Besucher in etwa zweieinhalb Minuten von der Eingangsebene auf eine Plattform mit großem Panoramafenster mit Ausblick auf den Hafen. Die Wände der Rolltreppe, auch Tube (Röhre) genannt, sind hell verputzt und mit 7900 Glaspaletten besetzt, die das Licht reflektieren und eine besondere Atmosphäre schaffen.
Der spektakuläre Blick durch das Panoramafenster auf den Hamburger Hafen.
Von diesem Plateau führt eine weitere Rolltreppe zur Plaza.
Der Besuch der Plaza ist kostenlos. Da die Kapazität begrenzt ist wird der Besuch über die Ausgabe von Tickets geregelt. Die Plaza ist die Nahtstelle zwischen dem traditionsreichen Hafenspeicher und dem gläsernen Neubau der Elbphilharmonie und ist konzipiert als ein Ort der Begegnung. Sie hat herrschaftliche Ausmaße und ist in etwa so groß wie der Rathausmarkt. Im Innenbereich der Plaza befinden sich die Aufgänge zum kleinen und großen Konzertsaal der Elbphilharmonie, das Take-Away-Café "Deck & Deli" sowie die Lobby des Hotels The Westin Hamburg". Auch der Info-Shop hat hier seinen Platz.
Geheizt wird die Plaza nicht und damit es nicht allzu sehr zieht, haben die Architekten rund um die Plaza einen gläsernen Vorhang gespannt, der zudem gewellt ist - eine ebenso gelungene Anspielung auf die maritime Umgebung, wie das geschwungene Dach der Elbphilharmonie. Im Sommer kann der gläserne Vorhang geöffnet werden. Auf der Außenplaza kann man die Elbphilharmonie in 37 m Höhe einmal komplett umrunden.
Es gibt insgesamt 3 Konzertsäle, wovon der große Konzertsaal 2100 Sitzplätze und der kleine Saal 550 Plätze hat.
Das 2009 fertiggestellte Wohnhaus galt zwischenzeitlich als teuerste Wohnanlage Hamburgs. Das Wohnhaus wird im Volksmund als Dönerspieß bezeichnet. Es erhielt mehrere Auszeichnungen.
Unileverhaus von innen Unileverhaus zur Elbe
Am Dalmannkai ist eine Geschäftsstraße.
Störtebeker Denkmal (Bronzestatue) Kleines Leuchtfeuer
Teil 3Östliche der Osakaallee |
Der Teil 2 des virtuellen Rundgangs durch die Hafen-City beginnt am Spiegelhaus geht zum Internationalen Maritimen Museum, der HafenCity Universität bis zum Versmannkai und Petersenkai.
Das 2010 erbaute Haus liegt auf dem Quartier Ericus.
Die Elbtorpromenade führt auf der Pier vor den Elbarkaden den Magdeburger Hafen entlang und geht nach der Untermauerung der Magdeburger Brücke über den Buenos-Aires-Kai weiter bis ins Quartier Baakenhafen.
Der Lohsepark wurde 2016 eröffnet.
Eine Gedenkstätte erinnert an die zwischen 1940 und 1945 vom ehemals hier gelegenen Hannoverschen Bahnhof 7.692 deportierten Juden, Sinti und Roma aus Norddeutschland.
Wohnen, Freizeit und Arbeiten in doppelter Wasserlage:
Am größten Hafenbecken der Hafen-City entsteht eine dichte Mischung aus intensiver Wohn- und Freizeitnutzung, grünen Freiräumen und Arbeitsorten. Bis 2020 werden Insgesamt 1.800 Wohnungen und 5.000 Arbeitsplätze geschaffen. Neben den im Wasser entstehenden Wohntürmen "Wasserhäuser Hafen-City" wird der 1,5 ha große "Baakenpark", ein Herzstück des Quartiers Baakenhöft, entstehen. Auf Initiative des Kunstmäzen Klaus-Michael Kühne ist hier ein neues Opernhaus von Weltrang geplant. Entlang der Elbe führt eine 30 m breite, den Elberadweg integrierende grüne Promenade bis nach Entenwerder.
Die Baakenhafenbrücke ist eine rund 170 m lange, 21 m breite und 2.300 t schwere Trapezrahmenbrücke mit V-Stützen. Sie ist das größte Brückenbauprojekt der HafenCity und bildete im Jahre 2013 den Auftakt für die Entwicklung der östlichen HafenCity.
Versmannkai Petersenkai
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