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Zingst und Nordvorpommern - Herbsturlaub

Von Judith & Thomas

27.9.2020 Ankunft und Wanderung bei Bad Sülze

Am frühen Sonntag morgen fahren wir los. Da Zingst nur knapp drei Stunden Autofahrt von Hamburg entfernt ist, haben wir einen Zwischenstopp in Bad Sülze geplant. Bad Sülze ist ein kleines hübsches Örtchen, noch ganz im alten Stil. Das Museum ist noch geschlossen und wir machen eine kleine Wanderung von 8 km, die auch durch das Rauhe Moor führt. Es ist ein regnerischer Tag und wir gehen zunächst durch den kleinen Park, in dem viele Dahlien blühen. Beim kleinen Grenadierwerk treffen wir einen alten Herrn im Rollstuhl, der uns stolz erzählt, dass er seit 100 Tagen jetzt dort täglich hingeht und ihm die Sole gut tut. Auf der Runde durch das Rauhe Moor sehen wir in der Ferne junge Rehe sowie einige Kiebitze. Ein Angler sitzt beim Regen in seinem Zelt, war aber schon erfolgreich. Wir sind trotz Regenkleidung nass und freuen uns wieder im Auto zu sein. 

In Zingst haben wir ein kleines, hübsches Ferienhaus gemietet, dass in der Wiesenstraße richtig in Hinterbebauung liegt. Es hat eine dieser hübschen Türen und eine sonnige Terrasse, die wir in Laufe der Tage noch zu schätzen werden lernen.

Bevor die Dämmerung kommt, laufen wir noch einmal zum Bodden, um mit unserem Teleobjektiv in der Ferne rastende Kranich zu sehen. Das Wetter ist aber sehr diesig, so dass wir bald wieder zurück gehen. Wir verbringen den Abend mit Essen und Planen für zukünftige Unternehmungen.


28.9.2020 Zingst

Am ersten Tag erkunden wir zunächst Zingst. Nachdem der Morgen noch wolkig ist, klärt es zum Mittag auf und wir machen eine Mittagspause auf der Terrasse. 

Wir laufen durch schöne Wohngebiete in Zingst mit vielen hübschen Ferienhäusern bis hoch zum Strand und zur Seebrücke. Bei der Fischerei Tornow kaufen wir Aal und Stremellachs. Er hat heute keinen frischen Fisch, da das Wetter zum rausfahren nicht geeignet gewesen war. Am Donnerstag sollten wir hoffentlich was bekommen und wir sind begeistert, dass es noch solche Fischer gibt. Es geht einmal durch den Ort zum Hafen und am Nachmittag gucken wir uns das Museum an. 

Zingst ist ein sehr schöner Ort mit Abwechslung und kleinen Geschäften und wunderhübschen Häusern.

Am Abend bei diesmal schönem Licht geht es wieder zum Bodden. Es ist ein unfassbar beeindruckendes Erlebnis wie tausende von Kranichen hereinfliegen von den Feldern, wo sie tagsüber gefressen haben, um auf der Insel Kirr zu übernachten.


29.9.2020 Günz und Barhöft

Das Motto dieses Tages heißt Kraniche. Zunächst geht es zum Kranorama, eine Aussichtsplattform, von der aus Kraniche zu beobachten sind. Auf der Fahrt dorthin sehen wir sie schon, wie sie mitten auf den letzten Feldern nach Mais Resten picken. Einige Autos halten an, und solange man nicht aussteigt und nur aus den Fenster heraus Fotos macht, lassen sie sich nicht stören. Keinesfalls sollte man aussteigen und Türen klappen, denn dies stört die Kraniche sehr und man sollte bedenken, wie wichtig es jetzt für sie ist, genug Nahrung zu fressen, um für den langen Flug in den Süden gestärkt zu sein. Der Wanderweg beim Kranorama ist auf Grund der Kranich Saison gesperrt und wir machen einige Fotos der Kraniche, die dort übrigens mit Mais angelockt werden. 

Dann entscheiden wir uns weiter nach Barhöft zu fahren und laufen vom hübschen Hafen am Bodden entlang. Bei sonnigem Wetter genießen wir eine Mittagspause mit Blick auf das Wasser. Am Nachmittag fahren wir nach Prerow, um dort noch zu bummeln und essen dort ein leckeres Eis.


30.9.2020 Kanufahrt auf der Recknitz

Wir haben beim Kanuverleih in Marlow ein Kanu reserviert und zwar einen Kanadier. Das Wetter ist traumhaft und wir fahren kurz nach 9 Uhr los. Malerischer Morgennebel liegt über der Landschaft. Wir wollen mit dem Kanu den Fluss 16 km abwärts bis nach Daskow und werden dort vom Verleiher wieder abgeholt. Die Recknitz mäandert malerisch durch das Naturschutzgebiet in vielen Schleifen. Es ist ein wundervolles Erlebnis vom ruhig fliessenden Fluss aus Natur und Vogelwelt beobachten zu können. Die herbstliche Landschaft ist schön, es sind jedoch im dichten Schilf nur wenig Vögel zu sehen. Wir sind die einzigen, die auf dem Fluss unterwegs sind und genießen die Stille, die nur durch das Eintauchen der Paddel ins Wasser unterbrochen wird. Apropos Paddel, Judith merkt nach einiger Zeit deutlich ihre Muskeln, denn diese sind das Rudern überhaupt nicht gewohnt. An einem der Halteplätze legen wir an und essen unsere Brötchen, die wir mit dem sehr guten Stremellachs sowie Ziegenkäse belegt haben. Gegen 2 Uhr haben wir Daskow erreicht und dann geht es zurück. Wir können diese Tour sehr empfehlen.


1.10.2020 Ahrenshoop

Der Künstlerort Ahrenshoop liegt malerisch auf einer Landenge zwischen dem Meer und dem Bodden und ist schon lange ein Urlaubsort. Wir haben vorab mehrere Prospekte über Ahrenshoop gelesen und beschlossen, eine schöne Rundwanderung durch den Ort zu machen und auch dem Kunstpfad Ahrenshoop zu folgen. 

Wir haben uns vorab auch einige Literaten und Maler ausgesucht, deren Häuser, wo sie damals wohnten, wir uns ansehen wollen. 

Der Kunstpfad führt zu diversen Standorten, an denen Maler die dortige Landschaft gemalt hatten und man sieht auf einer Tafel das Bild und kann sich dann einen Eindruck verschaffen, wie die Landschaft heute aussieht. Manchmal kann man es sich nur schwer vorstellen, dass hier das Bild entstanden ist, weil sich so viel geändert hat, manchmal ist es noch gut vorstellbar.

Elisabeth von Eicken Stille Stimmung an der Fulge um 1893
Elisabeth von Eicken Stille Stimmung an der Fulge um 1893
Koch-Stetter Das rote Haus in Althagen 1911
Koch-Stetter Das rote Haus in Althagen 1911
Hans Emil Oberländer Dorfstraße Ahrenshoop 1939
Hans Emil Oberländer Dorfstraße Ahrenshoop 1939

Das Wetter ist Anfangs schön, dann wird es im Laufe des Tages aber wolkiger und kühler. Wir gehen zunächst am Deich entlang, laufen durch das Ahrenshooper Holz und dann am Bodden entlang bis zum Hafen. Nach einer kurzen Mittagspause in der Fischklause, geht es weiter entlang des Kunstpfads und wir besuchen das Kunstmuseum. Letzteres können wir sehr empfehlen, so sieht man dann doch einige der Bilder als Original, die man beim Kunstpfad schon bewundert hat. 

Eindrücke aus dem Kunstmuseum:

Bild: Alfred Partikel, Landschaft mit Regenbogen 1922

Alfred Partikel, Landschaft mit Regenbogen 1922

Bild: Carl Malchin, Winterlandschaft mit Eisläufern um 1890

Carl Malchin, Winterlandschaft mit Eisläufern um 1890

Bild: Hermann Abeking "Unter Stiefeln" von 1928

Hermann Abeking,

Unter Stiefeln von 1928

Bild: Paul Müller-Kaempff, Der alte Schifferfriedhof von 1893

Paul Müller-Kaempff, Der alte Schifferfriedhof von 1893

Zum Abschluss gibt es Kaffee und sehr leckeren Kuchen in der Mühle von Ahrenshoop.

Bild: Blick auf die alte Mühle in Ahrenhoop

2.10.2020 Waldspaziergang und Pilze sammeln

Wir fahren nach dem Frühstück zur Kummerower Heide, um dort Pilze zu suchen. Das Wetter ist morgens noch bedeckt, wird aber am Nachmittag noch heiter. Auf dem Parkplatz treffen wir auch ein Paar aus Stralsund, ebenfalls auf Pilzsuche. Der Wald ist abwechslungsreich, Fichten und Mischwälder, moosbedeckte Böden, Laub und Farne. Wir streifen umher und entdecken zunächst nur Pilze, die wir nicht kennen bzw. nicht essen würden. Aber schließlich finden wir die ersten Maronen, die im dunkelgrünen Moos braun leuchten. Am Ende ist unser Beutel gut gefüllt und wird am Abend für ein leckeres Pilzomelette reichen. 

Nach einer Mittagspause geht es am Nachmittag eine Runde durch Zingst, zunächst wieder beim Fischer vorbei. Der frische Fisch ist schon ausverkauft, aber wir decken uns noch mit leckerem Räucherfisch ein. Auf der Zingster Seebrücke kommt die Sonne nochmals heraus. Nachdem wir ein Buch im Buchladen gekauft haben, erinnern uns die guten Feiertagswünsche daran, dass morgen ja der 3. Oktober ist. Also wird schnell noch beim Edeka für das verlängerte Wochenende eingekauft und wir machen uns einen gemütlichen Abend. 


3.10.2020 Nationalparktage und Kranichfahrt

Im Rahmen der Nationalparktage finden viele Veranstaltungen statt und wir fahren zum Osterwald, um dort von 11-13 Uhr an der Veranstaltung auf den Spuren von Wildschwein, Specht und Röhrenlaus teilzunehmen. Das Motto ist „den Wald mit anderen Sinnen zu erleben“ und eine Mitarbeiterin des Nationalparks bringt uns, einer Gruppe von 16 Teilnehmern, den Wald auf ganz besondere Art nahe. Wir sammeln Blätter in der Reihenfolge ihres Verwesungsgrades (ein Buchenblatt braucht 3 Jahre, um vollständig zersetzt zu sein), ertasten mit verbundenen Augen Bäume, die wir danach wieder erkennen sollen und erhalten spannende Erklärungen über Baumpilze, Käfer, Vögel und natürlich den Specht. Auch wenn die Erlebnisse eher für Familien und Kinder gedacht sind, stellen wir fest, dass gerade die Erwachsenen und auch ein älteres Paar besonders viel Spaß hat.

Nach einer Mittagspause, in der wir uns Schollenfilet braten, zu der es Kohlrabi-Pommes gibt, geht es zur Kranichfahrt, die um 16 Uhr am Hafen losgeht. Pro Person kostet sie 23 €.

 

Corona bedingt müssen wir während der Fahrt Maske tragen, das Schiff ist relativ voll, einschließlich einer Senioren Busfahrt, womit wir in diesen Zeiten gar nicht gerechnet hatten.

 

Die Fahrt dauert knapp 4 Stunden und gegen 18 Uhr ist man am Pramort, wo das Schiff dann wendet. Während der Fahrt erklärt ein Nabu Mitarbeiter viel Wissenswertes über Kraniche und ein Diavortrag wird gezeigt. 

 

Da wir ziemlich hohes Wasser im Bodden haben, übernachten in der Nähe des Pramorts keine Kraniche, sondern sie ziehen nur über uns hinweg. 


Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, die heute ca. 10.000 Kraniche Zug um Zug über den Dämmerungshimmel hinweg ziehen zu sehen. Wir dürfen natürlich nicht mit Blitz fotografieren, denn dies erschreckt die Tiere und sie würden von der Route abweichen. Leider gibt es immer wieder Leute, die dies trotzdem tun, aus welchen Gründen auch immer und sei es nur die Unfähigkeit, die eigene Kamera korrekt zu bedienen.

Auf der Rückfahrt essen wir unsere vorab geschmierten Stremellachsbrötchen und trinken dazu Glühwein.


4.10.2020 Zingst summt und Osterwald

Für heute haben wir eine Führung bei der Naturimkerei Zingst gebucht, „Zingst summt“, die ebenfalls im Rahmen der Nationalpark-Tage stattfindet.

Da die Führung erst um 10 Uhr beginnt, entscheiden wir uns als Frühaufsteher, am Bodden entlang zu der Imkerei zu wandern (ca. 6-7 km).

Es geht zunächst zum Hafen und dann immer den Deich entlang mit herrlichen Blicken auf den Bodden und den erwachenden Tag. Das Wetter ist heiter, die Kraniche längst auf dem Festland unterwegs zum fressen, aber wir können einige Schwäne und Gänse sowie zwei Seeadler beobachten.

Die Führung "Zingst summt" in der Naturimkerei gefällt uns ausnehmend gut, erklärt doch der junge Imker begeistert alles, was man über Bienen wissen muss in sehr anschaulicher Weise. Sehr schön finden wir auch seine respektvolle Einstellung zu den Bienen, die er bspw. noch ausschwärmen lässt. 


Wir laufen zum Ort zurück und entscheiden uns spontan bei dem schönen Wetter schon heute die Elektroräder zu leihen, die wir morgen für unsere Tour zum Pramort benutzen wollen. Pro Tag kostet das Rad 25 €, es ist ein Rad mit Bosch-Mittelmotor und sehr komfortabel. 

Nach dem späten Mittagessen fahren wir dann zu der Sundischen Wiese mit dem Rad, machen eine kurze Pause am Strand und nehmen dann an der letzten Veranstaltung des Tages teil, einer Wanderung auf den Spuren der großer und kleiner Tiere im Osterwald. Aufgrund des warmen, feuchten Wetters sollte man die Wanderung eher Mückenwanderung nennen, wir wurden wirklich gepiesackt. Es geht durch die moorige Waldlandschaft, wir hören viel über die verschiedenen Baumarten und wie der Naturpark renaturiert wird.

Gegen 19 Uhr geht es dann zügig mit dem Rad zurück nach Hause, wo wir leckeren Räucheraal auf Schwarzbrot essen.


5.10.2020 Pramort

Mit unseren Elektrorädern geht es morgens kurz nach 8 Uhr los, das Wetter sieht gut aus denn es ist nur leicht bewölkt und ab und an schaut die Sonne hervor. Wir fahren die längere Strecke unten am Deich beim Bodden entlang. Adlerauge Thomas erspäht in den Wiesen ein paar Greifvögel, die sich sichtlich gerade streiten. Mit unserem guten Objektiv kann Thomas auch schnell erkennen worum es geht, als der übrig gebliebene Greifvogel anfängt, Federn zu rupfen. Er hat einen kleineren Vogel erbeutet und wir machen einmalige Aufnahmen (noch besser sind die Filmaufnahmen, die wir demnächst auf YouTube, Kanal Siebeneinhalb.eu veröffentlichen werden).

Während die 11 km Strecke zur Sundischen Wiese sich abwechslungsreich durch die Landschaft schlängelt und hier und da Aussichtstürme schöne Blicke ermöglichen, ist die weitere Strecke zum Pramort dort ziemlich eintönig. Der Weg führt 8 km lang immer gerade auf dem Deich entlang, rechts liegt ein kleinerer Wald, links sumpfige Wiesen und Bruchwälder. Es sind sehr viele Radfahrer unterwegs und ab und an halten wir an, um nach Wild und Vögeln Ausschau zu halten. Wir sehen Damwild, Reiher, Kormorane und zu unser großen Freude auch einen Schwarzspecht. Am Pramort angekommen, machen wir zunächst eine Mittagspause, um dann in Ruhe zur Hohen Düne zu wandern. 

Unzählig viele Mücken auf Blüten

Spötter würden unseren Urlaub nicht Erlebnisse mit Kranichen, sondern Erlebnisse mit Mücken nennen. Wir werden eifrig gepiesackt. Man beachte die Mücke auf der Blüte.

Der Pramort mit seinen zwei Beobachtungsplattformen ist nach 15 Uhr zu dieser Jahreszeit gesperrt, um den einfliegenden Kranichen ausreichend Ruhe zu gewährleisten. Es gibt jedoch täglich 13 Plätze (für Paare oder Familien), für die man im Kurhaus eine Genehmigungskarte für 5 € pro Person erwerben kann. So kann man auf besondere Weise dann am Abend den Kranicheinflug erleben. Wir sind dann kurz nach 15 Uhr wieder am Pramort und vertreiben uns die Zeit bis zum Abend. Wir beobachten nicht nur viele Seeadler, Kiebitze, Regenbogenpfeifer-Schwärme, Schwäne, sondern abermals Damwild und stattliche Hirschböcke. Gegen 17:30 Uhr kommt dann ein Ranger, der uns einige Erläuterungen gibt und die Kraniche fliegen langsam ein. Da der Wasserstand inzwischen etwas niedriger ist, sammeln sie sich heute Abend gut sichtbar im Wasser und es werden insgesamt 5.000 Kraniche sein, die dort übernachten.

Im Dunkeln fahren wir mit dem Rad zurück und leider fängt es nach der Hälfte der Strecke an zu regnen und ein leichtes Gewitter tritt auf. Wir radeln zügig zurück und sind durchnässt, müde aber glücklich wieder in unserem Ferienhaus.


6.10.2020 Rundtour Nordvorpommern

Nachdem wir heute morgen die Elektroräder (schweren Herzens) wieder abgegeben haben, geht es mit dem Auto Richtung Nordvorpommern, um einige schöne Ecken zu erkunden.

Starkow:

Wir besichtigen den Pfarrgarten Starkow, ein Kleinod, liebevoll gepflegt und selbst zu dieser Herbstzeit noch wundervoll blühend. Im Pfarrgarten gibt es unzählige Apfelbäume und wir pflücken gegen ein Entgelt von 5 € uns einen Beutel voll verschiedener Apfelsorten. Später finden wir am Straßenrand noch weitere Apfelbäume und sammeln noch ein paar sehr gut schmeckende Äpfel dazu. 

Schuenhagen:

Anschließend fahren wir nach Schuenhagen, wo wir einen 6 km langen Rundweg durch Wald und Feld laufen. Wir sind begeistert, wie naturnah und unberührt hier teilweise die Landschaft noch ist. Leider fängt es während der kurzen Wanderung an leicht zu regnen und wir erreichen unser Auto, wo wir eine kurze Pause mit belegten Brötchen einlegen. Die Besichtigung des Schreiadlerpfads in Schuenhagen gibt uns einen Einblick in das Leben des interessanten Tieres, das aber im Oktober schon auf seinem Zug in den Süden bis nach Südafrika ist. 


Schlemmin:

Wir fahren nach Schlemmin, wo wir von außen das hübsche Schloss Schlemmin ansehen, das als Hotel umgebaut worden war aber seit Anfang 2019 geschlossen ist. Anscheinend gibt es einen neuen Investor, denn die Dachdecker sind da und bauen schon. Es geht zur Senfmühle Schlemmin, die einen liebevoll eingerichteten Laden hat, wo wir Senfe probieren und uns auch welche mitnehmen. 

Trinwillershagen:

Anschließend fahren wir weiter Richtung Trinwillershagen zur Salzmühle. Wir hatten uns diese anders vorgestellt, sie entpuppt sich als ein im Wohngebiet liegendes Haus, in dem es allerlei Salze gibt, ein hübsch eingerichtetes kleines Café sowie einen Salzturm, in dem man eine Salztherapie machen kann.


Langenhanshagen:

Zum Abschluss fahren wir noch zur Ostseemühle, ein größerer Laden mit Café und vielen interessanten Produkten, von Ölen über Mehle, Bioprodukten und auch Büchern.


Den Rückweg nehmen wir nicht direkt über Barth, sondern über Bartelshagen, wo wir auf den Feldern viele Kraniche sehen.

Zum Abend kochen wir eine Fisch Tajine mit frischem Dorsch, den wir am morgen beim Fischer hier in Zingst besorgt hatten. 


7.10.2020 Zingst und Kraniche am frühen Morgen

Den letzten Urlaubstag verbringen wir in Zingst und es geht zunächst früh am Morgen noch vor dem Frühstück zum Bodden, um die Kraniche dieses Mal beim Aufstehen und Abflug in die Felder zu beobachten. Es ist inzwischen recht frisch und kalt und wir tragen Mütze und Handschuhe. Auf dem Deich stehen auch schon andere Frühaufsteher mit ihren Kameras, wir sind also nicht die einzigen Verrückten. Die Morgendämmerung zieht auf, und das Rufen der Kraniche beginnt. Auch bei Kranichen gibt es Frühaufsteher und Spätaufsteher und man kann gut mit der Kamera sehen, wie manch einer noch unwillig den Kopf zwischen stecken hat, während andere schon mit den Flügel schlagen. Nach und nach machen sich dann die Kraniche auf den Weg und fliegen Richtung Festland. Am Vormittag drehen wir dann noch eine kleine Runde durch Zingst, Bummeln und Einkäufe erledigen. Nach einer gemütlichen Mittagspause mit Lesen und Spielen gehen wir zum Abschluss dann im Kochwerk um 17 Uhr lecker essen. Dort gibt es auch zwei Schichten, was für uns aufgrund der geringeren Auslastung durch größere Tischabstände Corona-bedingt völlig in Ordnung ist.


8.10.2020 Ribnitz-Damgarten und Rückfahrt

Auf der Rückfahrt machen wir am Vormittag noch einen Abstecher nach Ribnitz-Damgarten. Zunächst machen wir vom Hafen der Recknitz Mündung  aus einen kurzen Rundweg am Schilfgürtel entlang mit Blick über den Bodden nach Ribnitz. Uralte riesige Weidenbäume säumen den Weg.

Danach geht es ins Bernsteinmuseum beim Kloster, das 8,50 € Eintritt pro Erwachsener kostet. Das Bernsteinmuseum ist groß und sehr gut gestaltet, man lernt zunächst, wie Bernstein in Millionen Jahren entstanden ist, sieht beeindruckende Exemplare, erfährt, wie Bernstein gesammelt und abgebaut wurde, um dann in den weiteren Räumen auch zu sehen, was der Mensch alles aus Bernstein gefertigt hat.

Heute gibt es zusätzlich im Foyer eine Pilzausstellung mit echten Pilzen, die uns als Pilzliebhaber natürlich ganz besonders erfreut. 

 

Gerne wären wir noch weiter durch Ribnitz gebummelt, aber nun geht es wieder nach Hause. Mit Sicherheit war dies nicht der letzte Urlaub in der Region, die uns mit ihrer Naturnähe und Vielfältigkeit ausgesprochen gut gefallen hat.