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8-tägige Reise mit dem Wohnmobil an den Lago Maggiore

Bild: Foto vom Lago Maggiore
Lago Maggiore

1. Tag: Verzasca Tal

Nach dem Besuch von Judiths Freundin in Scheidegg im Allgäu, erreichen wir am Samstag Abend das Verzasca Tal und fahren nach Sonogno hoch, wo auch die Straße endet. Vor dem kleinen denkmalgeschützten Ort kann man auf einem großen Parkplatz auch mit dem Wohnmobil übernachten. Es kostet 24 CHF und Wasser sowie Entsorgung ist mit inbegriffen. Wir laufen am Abend noch durch das wunderschöne Dorf mit den Rustici Häusern, die mit Steinplatten bedeckte Dächer haben. Der besondere Charme des grauen Steins an Wänden und Dächern, die verwinkelten Treppenaufgänge mit in die Wand eingelassenen, frei schwebenden Steinstufen begeistern uns. 
Dann geht es müde ins Bett und wir verbringen eine erholsame, ruhige Nacht.
Eigentlich ist Regenwetter angekündigt, aber der Morgen weckt uns mit herrlichem Sonnenschein, der im Laufe des Tages jedoch einem bedeckten Himmel weicht. Es ist noch frisch, als wir uns um 8 Uhr auf den Weg machen. Es liegt eine lange Wanderung von 14 km vor uns, meistens bergab, aber der Weg geht hoch und runter mit vielen Trittstufen und Steinen. Wir wollen bis nach Lavertezzo laufen, der Ort, der durch ein Blogger Video an der Ponte dei Salti bekannt geworden ist. Von dieser Brücke aus kann man in den Fluss springen, der auch herrliche Badefelsen hat. Das Video und die traumhafte Lage führte zu einem Touristenansturm, von dem wir jetzt im April natürlich verschont bleiben.
Der Weg führt meistens am Fluss entlang und der Frühling zeigt sich: Krokusse, Buschwindröschen und unzählige wilde Primeln erfreuen uns. Wir durchqueren ein verfallenes Steindorf und genießen den Blick auf die reißend fließende Verzasca, die immer wieder blau türkis schimmert. Wir bestaunen einige schöne Wasserfälle und erreichen gegen halb zwei Uhr schließlich die bekannte Steinbrücke.

Mit dem Bus geht es zurück nach Sonogno, von wo aus wir dann nach Locarno zum Campingplatz Delta fahren.

Bild: Camping Delta, Locarno
Camping Delta, Locarno

2. Tag: Locarno und Ascona

Nach Ankunft am Campingplatz besuchen wir noch den wunderschönen Kamelien-Garten. Zwar sind die Kamelien größtenteils schon am Verblühen, die Pracht begeistert uns aber immer noch.

Abermals scheint die Sonne und wieder wird es im Laufe des Tages wolkiger werden. Wir parken unseren Amundsen außerhalb des Campingplatzes in einem Bereich, der von Oktober bis April noch kostenfrei ist. Dann geht es zu Fuß Richtung Locarno an einem großen Schwimmbad vorbei, dem Yachthafen bis zum Stadtbereich. Die alte Kirche Chiesa san Vittore begeistert uns mit ihren alten Fresken. Natürlich müssen wir auch hoch zur Klosterkirche Madonna del Sasso. Die Kirche liegt sehr hoch am Berg, so dass sich die Standseilbahn wirklich lohnt. Hin und zurück kostet diese 7,20 CHF, leider können wir nur bar bezahlen, so dass wir doch noch kurzerhand 50 CHF von der Bank abheben. Wir wollen nämlich in der teuren Schweiz nicht so viel einkaufen, sondern wollen dies eher auf der italienischen Seite des Lago Maggiore tun. Die Bahn fährt alle 15 Minuten und oben angekommen genießen wir einen wundervollen Ausblick über die Stadt und den See. Die Kirche selbst ist klein und voll mit Votivbildern und reichhaltigen Ausstattungen.
Beide Orte Locarno und Ascona sind sehr hübsch in der Altstadt während die äußeren Bereiche aus vielen Bausünden (aus unserer Sicht) bestehen, die zwar teure Wohnungen haben, aber mit ihren 5-6 Geschossen etwas fehl am Platz wirken.
Anschließend laufen wir durch die schönen Gassen und bewundern die schönen Gebäude.
Zurück am Auto machen wir eine kurze Mittagspause und fahren nach Ascona. Judith denkt gleich an ihr erstes Auto, ein Opel Ascona, der natürlich nicht so hübsch wie dieser Ort war. Wir parken im Wohngebiet und laufen in die Altstadt. Die Gassen wirken noch pittoresker und die Promenade am Wasser säumt ein Lokal nach dem anderen. Wir gönnen uns ein leckeres Eis und einen Latte Machiato. Aufdringliche Enten wollen gefüttert werden, von denen gibt es hier viele, selbst auf unserem Campingplatz werden wir belagert. 
Am Nachmittag fahren wir wir dann nach Cannero Riviera, wo wir für drei Nächte einen schönen Platz in erster Reihe mit Blick auf den See auf dem Platz Camping Lido reserviert haben. Das Wetter hält sich, so dass wir am Abend draußen sitzen können und grillen.
Bild: Cannero Riviera

3. Tag: von Cannobio nach Cannero Riviera

Um 9:10 fährt das Schiff von Cannero nach Cannobio über Liuno und Maccagno. Die einfache Fahrt kostet für uns beide 8,60 €. Auch wenn die Sonne scheint, ist es noch etwas frisch auf dem Deck. In Cannero angekommen, laufen wir eine Runde durch die entzückende Stadt mit ihren schmalen Gassen und Winkeln. Cannero hat auch einige kleine Geschäfte und wir kaufen ein großes Stück leckeren Parmesankäse, den kann man immer gebrauchen. Eine Gelateria mit selbsgemachten Eis zieht uns magisch an und so gibt es schon am Vormittag eine Kugel ausgezeichnetes Eis. Wir setzen uns auf eine Parkbank und genießen den Blick über den Hafen und die Promenade. 

Die Sonne scheint warm und wir machen uns auf den Weg Richtung Cannero Riviera. Wenngleich die Wanderung nur 8 km lang ist, hat man doch 330 Höhenmeter zu bewältigen. Der Weg führen steinig bergauf und wir genießen immer wieder Ausblicke auf den See. Da die Bäume noch kaum belaubt sind, ist die Aussicht besonders schön. Wir laufen durch herrliche Kastanienwälder, an unzähligen Steinmauern vorbei, auf denen sich ab und zu Eidechsen sonnen. Mittagspause ist angesagt und wir rasten auf einer alten Militäranlage mit Schießgraben. Dann geht es durch das faszinierende Bergdorf Carmine Superiore, das nur zu Fuß erreichbar ist. Es ist schön gepflegt mit schmalen Gassen und alten Steinhäusern. Wenn man einsam ein Buch schreiben möchte, das wäre der richtige Platz. Nun geht es weiter abwärts Richtung Cannero und wir blicken auf die Insel mit den Ruinen Castelli di Cannero.

Am Abend probieren wir dann zum ersten Mal unseren Grill mit Haube zum Grillen von kleinen Pizzen aus. Sehr lecker!


4. Tag: Markt in Luino

Jeden Mittwoch findet seit 1541 ein großer Markt in Luino statt und den dürfen wir natürlich nicht verpassen. Wir nehmen wieder das Schiff um 9:10 Uhr und diesmal ist viel los und es sind nicht nur Touristen dort, sondern auch der ein oder andere Einheimische. Die Stadt Luino selbst ist nicht unbedingt einen Besuch Wert. Der Markt ist wirklich groß und zieht sich über mehrere Bereiche bis zum hinteren Teil in der Nähe des Bahnhofs. Ungefähr 80% der Marktstände verkaufen Kleider, Schuhe, Lederwaren und Schmuck, leider fast ausschließlich billige Waren aus Fernost zu sehr günstigen Preisen. Wir sind enttäuscht, denn wir hatten auf ein paar einheimische Spezialitäten gehofft. Und Fernost Produkte interessieren uns eh nicht. Nach einiger Suche finden wir schließlich im mittleren Marktbereich auch Lebensmittel und kaufen sehr leckere Oliven, Tomaten, Zwiebeln und selbstgemachte Pasta, die es morgen geben soll. In einer kleinen Bäckerei erstehen wir Brot und kleine süße Teilchen für den Nachmittagskaffee. Wir nehmen das Boot um kurz nach 12 Uhr zurück. Generell würden wir nicht nochmals nach Luino zum Markt fahren, hatten wir uns hiervon doch mehr versprochen.

Bild: Blick auf Cannero Riviera
Blick auf Cannero Riviera

Nach einer kurzen Pause packt Judith das Wanderfieber. Eine kleine Runde von 3 km am Nachmittag zu einer Kapelle am Berg könnte doch durchaus das Tagesprogramm ergänzen. Gesagt getan, wir planen die Runde mit unserem Programm Komoot und es geht los. Die kleine Kapelle oberhalb von Cannero Riviera ist nicht sehr sehenswert, der Blick auf den Ort und den See hindoch sehr. Laut Komoot soll es einen kurzen Querweg hinunter geben, der wohl leider nicht mehr existiert. Nach einem Trampelpfad kommen wir auf eine schöne Wiese, wo wilde Narzissen blühen. Danach wird der Weg immer unpassierbarer und letztlich schlagen wir uns durch Gestrüpp, teilweise dornig. Es geht steil bergab und mit viel Mühe kommen wir auf den Wanderweg zurück. Zurück geht es an der Seepromenade und Thomas lässt es sich nicht nehmen, ein Bad im ca. 12 Grad kaltem Wasser zu nehmen.

Am Abend wird abermals gegrillt und wir beschließen noch einen Tag länger auf dem schönen Campingplatz zu bleiben.


5. Tag: Isola Bella und Isola Madre

Unsere Idee einen Tag länger auf dem Campingplatz zu bleiben geht einher mit der Überlegung, das Schiff von Cannero aus zu den beiden Inseln zu nehmen, anstatt in Paveno zu übernachten und von dort zu fahren. Zwar dauert die Fahrt mit dem Schiff zur Isola Bella 1:40 Stunden, aber dafür kann man den Lago Maggiore genießen. Das Schiff fährt hier um 11:10 los und die Rückfahrt von der Isola Madre geht um 16:15 bzw. 17:00 mit dem teureren Schnellboot. Wir erreichen aber das Schiff um 16:15, da knapp zwei Stunden sowie eine Stunde für die Inseln reichen. Die Fahrt kostet pro Person ca. 26 € und der Eintritt 28 € für das Paket Isola Bella und Madre sowie Rocca di Angera. Die letztere Burg wollen wir in zwei Tagen besichtigen.

Bild: Warten auf das Schiff am Lago Maggiore
Warten in Cannero auf das Schiff

Gemütlich fahren wir mit dem Schiff los und sind froh, dass nicht Hauptsaison ist, denn dann ist sehr viel los. Wir bestaunen die unzähligen Villen und Herrenhäuser, die am See liegen. Der südliche Teil ist noch stärker bebaut, ein Ort geht in den anderen über. Das Wetter ist heute zwar warm aber nicht ganz so sonnig wie am Tag zuvor. 

Zunächst fahren wir an der Isola Superiore vorbei, eine ebenfalls hübsche, eng bebaute Insel, wo wir auch hätten aussteigen können.

Bild Blick vom Schiff zur Insel Isola Superior
Anfahrt Richtung Isola Superiore, im Hintergrund Isola Bella

Auf der Isola Bella angekommen, besichtigen wir zunächst das Herrenhaus, ein imposantes Gebäude mit vielen Räumen, Gemälden und alten Möbeln. Danach geht es in die Gartenanlage, die ein bauliches Meisterwerk ist und uns sehr beeindruckt. Der Garten ist terassenförmig angelegt und mit vielen tropischen Pflanzen ausgestattet. Insgesamt ist die Insel ein bautechnisches Meisterwerk vergangener Zeiten. Lautes miauendes Kreischen macht uns auf die weißen Pfauen aufmerksam, die auf der Insel umher stolzieren und ab und an ein Rad schlagen. In ihrer Eleganz passen sie zu der Atmosphäre.

Um 14:30 fährt das Schiff zur Isola Madre, die größte der borromäischen Inseln. Auch hier gibt es ein Herrenhaus, etwas bescheidener ausgestattet, dafür aber einen riesigen beeindruckenden Park mit noch mehr exotischen Pflanzen. Auch hier gibt es verschiedene Vögel und Pfauen- und Fasanenarten zu bewundern.

Wir trinken noch zum Abschluss einen Cappuccino und fahren dann mit dem Schiff zurück nach Cannero, wo wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.


6. Tag: Wanderung von Stresa nach Belgirate

Ein abermals sonniger Morgen weckt uns, wir packen recht früh unsere Sachen und fahren nach Belgirate, dem Ziel unserer Wanderung. Die Idee ist, das Schiff von Belgirate nach Stresa um 10:20 zu erreichen. Belgirate ist ein kleiner hübscher Ort und hat gegenüber dem zwar sehr attraktiven, aber touristisch völlig überlaufenen Stresa den Vorteil, dass man hier kostenlos an der Wasserpromenade parken kann. Als das Schiff losfährt, stellen wir mit Freude fest, dass es auch beim Kloster Santa Caterina del Sasso hält. Das Kloster wollen wir erst am morgigen Tag besichtigen, nun haben wir aber heute schon das Glück, es von der Wasserseite aus zu sehen, von wo aus es besonders beeindruckend aussieht.

Wir fahren weiter nach Stresa, wie erwähnt, ein sehr schöner Ort mit beeindruckenden, schlossähnlichen Hotels. Wir kaufen noch ein paar Haselnüsse aus dem Piemont, die auf der Wunschliste von Thomas stehen, da der Geschmack italienischer Haselnüsse unvergleichlich besser ist als jener, die man bei uns so kaufen kann.

Es ist frühsommerlich warm mit 21 Grad, für den Nordeuropäer ein T-Shirt Wetter, für die Italiener der Anlass gegebenfalls die Daunenjacke mit der langärmeligen Strickkacke zu tauschen. Zumindest sind durch die luftigere Kleidung die Touristen eindeutig erkennen. Die Wanderung ist 9 km lang mit 350 Höhenmetern und führt an vielen hübschen Kirchen und kleinen Kapellen vorbei. Am besten gefällt uns die Kirche in Belgirate selbst und zwar die Chiesa Vecchia dedicata a Santa Maria.

Die Wanderung bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf den See. Was uns besonders fasziniert ist, dass hier am Lago Maggiore alles zur gleichen Zeit zu blühen scheint. Am Wegesrand blühen noch Primeln und Buschwindröschen, gleichzeitig blühen Rhododendron und Azaleen, Iris und Ginster.

Müde aber glücklich erreichen wir gegen 3 Uhr Belgirate und fahren nach Angera. Für den morgigen Tag ist der Besuch der Burg vorgesehen, aber zunächst machen wir einen Abstecher zur Distillerie Rossi d’Angera, wo hervorragende Spirituosen seit fast 160 Jahren hergestellt werden wie bspw. Grappa aber auch ein lokaler Limoncello.

Leider können wir nur 3 Flaschen mitnehmen, um die 2 Liter, die wir durch die Schweiz mitnehmen können, nicht zu überschreiten.

Wir übernachten auf einem Parkplatz in Angera und essen köstlichen Kuchen in der Konditorei Santarialdo.


7. Tag: Rocca di Angera und Santa Caterina del Sasso

Bild: Blick auf Angera von der Burg aus
Blick auf Angera von der Burg aus

Am Abend zuvor besuchen wir die Kirche Angera Santo Alessandro.

Nach einer ruhigen Nacht geht es gegen 9 Uhr morgens zu Fuß hoch zur Burg. Wir empfinden es immer als beeindruckend zu einer Burg zu Fuß hinaufzusteigen, da wir uns dann vorstellen, wie schwer es früher Angreifer gehabt haben müssen, diese Burg zu stürmen. Es sind nur wenige Besucher unterwegs und wir haben die Burg in der morgendlichen Stille und dem schönen Sonnenlicht fast alleine für uns. Im unteren Bereich begeistert uns die Puppenausstellung. Viele dieser Kunstwerke waren wohl weniger für das Spielen gedacht als für das Bestaunen und Ausstellen. Manche Puppen, besonders die mit Wachsgesichtern wirken ungewöhnlich lebensecht und die historische, zur jeweiligen Zeit passende Kleidung ist gefällt uns sehr. Die Ausstellung umfasst Puppen aus allen Ländern und den verschiedensten Jahrhunderten.

Im Anschluss an die Puppenausstellung besichtigen wir die stattlichen Räume der Burg, die lichtdurchflutet sind und immer wieder herrliche Ausblicke auf den Lago Maggiore und das Umland bieten. Ein hübscher Gemüse- und Kräutergarten sowie ein kleiner Weinrebenhang umgeben die Burg. 

Es geht zurück in den Ort, wo wir Brot und Krapfen kaufen und uns noch ein leckeres Eis gönnen. Da kann man in Italien quasi nichts falsch machen, eine Eisdiele hat so gutes Eis wie die andere.

Wir fahren nach einem Zwischenstopp an einem Supermarkt, um Vorräte für die beiden Ostertage zu kaufen, nach Santa Caterina del Sasso. Es geht steil einen Treppenweg hinunter und wir genießen bei herrlichem Sonnenschein den Ausblick auf den See und erkunden das kleine Kloster.

Bevor wir zu unserem Stellplatz fahren, machen wir noch eine Rast am Lago di Varese, sitzen gemütlich auf unserer Picknickdecke, trinken Kaffee und essen die Krapfen. Natürlich lässt es sich Thomas nicht nehmen und badet im See, der im Vergleich zum Lago Maggiore erstaunlich warm ist, so geschätzte 16-17 Grad.


8. Tag: Wanderung Sacro Monte di Varese

Bild: Blick auf den Sacro Monte
Blick auf den Sacro Monte

Passend zum Ostersonntag haben wir die Wanderung auf den Sacro Monte di Varese (Unesco Welterbe) geplant. Dort führt zu der Wallfahrtskirche Santuario Santa Maria del Monte Varese ein einmaliger, schon im 17. Jahrhundert angelegter Rosenkranzweg mit sehr großen Kapellen, in denen lebensgroße Figuren das Leben von Jesus und Maria darstellen. Diese prächtig ausgestatteten Monumente sollten das Beten der 15 Rosenkranzgeheimnisse unterstützen und der ständig ansteigende Weg symbolisiert, was wir überwinden müsssen, um die himmlische Herrlichkeit zu erreichen.

Die Wanderung ist 11 km lang und man hat bei 510 Höhenmetern einiges an Steigungen zu überwinden. Wir laufen kurz nach 8 Uhr los und sind erstaunt, wieviele Italiener schon unterwegs sind. Sei es wandernd, joggend, den Hund ausführend oder vielleicht auf dem Weg zur Ostermesse in der Wallfahrtskirche.

Oben bei der Kirche angekommen, findet dort gerade eine der vielen Messen statt und wir werfen nur einen kurzen Blick in die von Weihrauch neblige Kirche, die sehr beeindruckend ist. 

Es geht weiter Richtung Monte Tre Croce durch einen schönen Buchenwald, wo sehr viel wilder Bärlauch wächst, von dem wir uns etwas mitnehmen. Oben angekommen auf dem Berg hat man eine wunderschöne Aussicht bis zum Lago Maggiore und den noch schneebedeckten Gipfeln der Alpen.

Wir machen eine kleine Mittagspause und dann geht es zurück. 

Bild: Aussicht auf den Sacro Monte, wir haben weiter an Höhe gewonnen
Aussicht auf den Sacro Monte, wir haben weiter an Höhe gewonnen

Wie vom Rother Wanderführer empfohlen kürzen wir den Abstieg ab, indem wir die Schrägseilbahn vom Sacro Monte aus benutzen. Sie kostet pro Fahrt nur ein Euro. Unten angekommen geht es dann eine Straße entlang, die nur für den Linienbus vorgesehen ist (man könnte auch für 40 Cent mehr den Bus nehmen). Das letzte Stück geht durch einen kleinen Tunnel, der ca. 150 Meter lang ist.

So geht mit dieser herrlichen Wanderung unser Urlaub zu Ende und wir machen uns auf den Rückweg über die Schweiz nach Deutschland.